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Profil

aus Harvard Business manager Edition 4/2009

Manager: Jürgen Dormann (Jahrgang 1940) ging nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre 1963 zum Chemieund Pharmakonzern Hoechst in Frankfurt - und blieb dort fast 40 Jahre. Nach ersten Stationen im Vertrieb kümmerte er sich um die Beteiligungen des Unternehmens. 1986 wurde er Vorstandsmitglied, ein Jahr später Finanzvorstand, 1994 schließlich Vorstandsvorsitzender.


Stratege: Dormann konzentrierte Hoechst auf die Bereiche Pharma und Landwirtschaft, die Chemie stieß er ab. Diese Strategie gipfelte 1999 in der Fusion mit dem französischen Wettbewerber Rhone-Poulenc. Als Chef des neuen Konzerns namens Aventis musste Dormann die beiden unterschiedlichen Kulturen miteinander verbinden. Zudem fokussierte er das Unternehmen weiter auf den Pharmabereich. 2002 wurde Dormann Aufsichtsratsvorsitzender und musste 2004 mitansehen, wie der kleinere französische Konkurrent Sanofi-Synthelabo Aventis übernahm.


Interimschef: Bereits 2001 hatte Dormann den Vorsitz des ABB-Verwaltungsrats übernommen und war ein Jahr später auch noch Chief Executive Officer des in Bedrängnis geratenen Konzerns geworden - allerdings von vornherein zeitlich befristet. Wie zuvor bei Hoechst und Aventis strukturierte er ABB radikal um, baute Personal ab und senkte die Kosten. Ende 2004 übergab er den CEO-Posten an Fred Kindle, vormaliger Chef des Schweizer Maschinenbauers Sulzer; im Mai 2007 legte Dormann auch den Posten des ABB-Verwaltungsratspräsidenten nieder.

Seit August 2009 ist Dormann Präsident des Sulzer-Konzerns.

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