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Nr. 2 / 26.03.1991 Alle Ausgaben
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EDITORIAL

Führung/Organisation

Die meisten weiblichen Führungskräfte halten nichts von einem Regiment per Kommando und Kontrolle Frauen als Vorgesetzte - ein Gebot für jedes Unternehmen

Mit ihrer im Auftrag des International Women's Forum vorgenommenen Studie rückt die Verfasserin einige geläufige Thesen der Management- und Führungsforschung zu recht: Demnach verdienen Frauen in vergleichbaren Führungspositionen keineswegs weniger als Männer, erleben den Konflikt Beruf/Familie nicht wesentlich dramatischer und setzen in Erfüllung ihrer Aufgabe auch keinen als "typisch weiblich" zu bezeichnenden Führungsstil ein. Allerdings gibt es bemerkenswerte Akzente, die die meisten Chefinnen vom Gros männlicher Führungskräfte unterscheiden. So spielen Frauen in Führungsfunktionen ihre Rolle weit interaktiver, indem sie bereitwilliger als Männer zu Partizipation einladen, Macht und Informationen eher mit den anderen teilen und bewußt das Selbstwertgefühl ihrer Mitarbeiter zu stärken suchen. Wo Männer im Umgang mit Untergebenen den seit altersher gewohnten Autoritarismus herauskehren, Rang oder Titel allzugern in die Waagschale werfen, wollen Frauen durch ihre persönliche Ausstrahlung und Leistung für die Ziele der Organisation werben, bei den anderen Einsatzfreude wecken und im zwischenmenschlichen Bereich vermittelnd agieren. Allerdings verrät die Studie auch, daß Männer zunehmend am interaktiven Führungsstil Gefallen finden so wie eben manche Frauen das autoritative Gebahren der althergebrachten Art praktizieren. Keine Frage aber, die Unterschiede zwischen dem generellen Führungsverhalten von Männern und Frauen gibt es, und Unternehmen im Überlebenskampf sind gut beraten, wenn sie sich die Rosinen aus dem Angebot beider Geschlechter sichern.
20 Min

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Beschaffung/Logistik

Strategie/Planung

Politik/Gesellschaft

Die Organisation, die alle anderen übertrifft

Dieser klassische HAR- VARD-Beitrag, einst auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges und zu Beginn des Computerzeitalters erschienen, hat an Aktualität nichts eingebüßt. Mit erstaunlichem Weitblick entwickelten die Autoren damals ihre Kernthese: Demokratie werde unvermeidbar sein - in der Welt der Politik genauso wie m der Welt der Arbeit. Angesichts permanenten Wandels sei Demokratie die überlegene Organisationsform sozialer Systeme, und allein mit ihrer Effizienz könnten die bevorstehenden technischen Umwälzungen bewältigt werden. Und just in jenen 60er Jahren begannen die Unternehmen auch, die Mängel des alten bürokratisch-militärischen Organisationsmodells deutlicher zu erkennen und nach alternativen Lösungen zu suchen. Die Autoren sahen im Wissenschaftsbericht das beispielgebende Modell, weil hier stetige Veränderung und Meinungsfreiheit garantiert und an die Stelle der "großen Männer" die "Experten" gerückt seien ihrer Aufgabe und nicht einem Job verpflichtet, selbstgesteckten Maßstäben und nicht den Regeln vorgesetzter Autoritäten zu Diensten. Eines jedoch stehe vor allem fest: Die ungebundene, nicht mehr autoritätsgläubige junge Generation werde der Demokratie zum Durchbruch verhelfen - im Westen wie im Osten. In ihrer Rückschau äußern sich die Verfasser nach 27 Jahren dazu, was ihnen an ihrer Prognose noch heute zutreffend beziehungsweise inzwischen falsch erscheint. Von Warren G. Bennis

22 Min

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