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Organisation

aus Harvard Business manager 10/2004

Die Balanced Scorecard ist zu einem der bekanntesten Managementkonzepte geworden, seit 1992 der Artikel von Harvard-Professor Robert Kaplan und Berater David Norton zu diesem Thema erschienen ist. Die Autoren adressierten zwei der drängendsten Probleme der Praxis: erstens das Umsetzungsproblem bei Strategien. Die Scorecard lieferte eine "Übersichtskarte" der wichtigsten strategischen Zielgrößen, die operativ heruntergebrochen werden auf die jeweilige Ebene. Zweitens half das Konzept, die an sich einfache Einsicht durchzusetzen, dass nichtfinanzielle Ziele entscheidend zum Erfolg beitragen. Unternehmen müssen diese daher in ihre Kennzahlensysteme integrieren. Im Gegensatz zur heute oft üblichen Standardisierung forderten Kaplan und Norton allerdings, individuelle Scorecards zu entwickeln. Vielleicht ist dies eine Erklärung für manchen Fehlschlag.

Der Berater Michael Hammer ist bekannt geworden durch sein gemeinsam mit James Champy entwickeltes Konzept des Business Reengineering. Sein Beitrag aus dem Jahr 2002 geht jedoch darüber hinaus. Die Hauptthese: Das Optimieren von Prozessen darf nicht auf die eigene Organisation beschränkt sein. So kann es sich etwa für eine Firma lohnen, dem Lieferanten des Lieferanten zu helfen, seine Prozesse zu optimieren. Das Denken in Wertschöpfungsprozessen beginnt gerade erst, sein Potenzial vollständig zu entfalten.

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