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Forum Ohne Innovation keine Nachahmung

Innovation: Imitieren statt innovieren (HBm Mai 2007)
aus Harvard Business manager 7/2007

Von dem Artikel war ich schon beim ersten Durchlesen irritiert. Weder konnte ich eine professionelle Umsetzung der sicherlich vorhandenen Studie erkennen, noch konnte ich verschiedene Aussagen in dem Artikel miteinander verbinden.

Warum bin ich irritiert?

Aus einer deutschen Umfrage (Studie) bei produzierenden Unternehmen hundert Marketingleute und Controller herauszuheben und dann mit internationalen innovativen Konzernen, die Erfolg haben, zu vergleichen, und die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Festzustellen, dass nur 43 Prozent der Nachahmer erfolgreich sind, und sich an den 27 Prozent zu bedienen, die eben durch Innovation geschützt sind. Braucht man nicht solche innovativen Firmen, weil es sonst irgendwann nichts mehr zum Nachahmen gibt? Ein klares Nein zu Beginn und dann doch die Empfehlung zur Innovation bei Produktgestaltung.

Vielleicht fehlt bei der Auswer- tung auch nur der Hinweis auf den Mittelstand. Vielleicht ist auch nur das Thema verfehlt worden.

Mein Beispiel: Hewlett-Packard entwickelt neue Drucker und Scanner. Nachahmer sind Patronen- und Tintenhersteller, jedoch keine Druckerhersteller. Oder kennen Sie einen Druckerhersteller, der nachbaut? Der Lebenszyklus ist zu kurz. Nachbaupatronenhersteller kämpfen ums Überleben, und Hewlett-Packard entscheidet nun selbst, billige Produkte anzubieten. Freue mich schon auf die Anpassung der Nachahmer. So einfach kann man eine Idee verpuffen lassen, wenn vielleicht auch nicht wissenschaftlich belegt.

Sicherlich ist, wenn die Nachfrage eines Produkts gegeben ist, für einen gewissen Zeitraum die Nachahmung eine gute Möglichkeit, aber irgendwann holt uns die Realität ein, und man wird innovativ und agiert. Oder man ist innovativ und holt sich zwischendurch eine Melkkuh an Bord.

SIGGI SCHAUSBERGER, Sales Manager/Key Account Geoff Anderson, Kindberg, Österreich

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