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Managementforschung Auf zu neuen Ufern

Ideen, wie sich Unternehmen besser und moderner organisieren könnten, gibt es wie Sand am Meer. Vor lauter Vielfalt fällt die Orientierung mitunter schwer. Warum das Ganze nicht einfach mal aus der Vogelperspektive anschauen?
aus Harvard Business manager Edition 4/2017
Foto: Harvard Business Manager

Schon immer haben sich Menschen auf den Weg gemacht, wenn es die Verhältnisse erforderten. Auch in der Wirtschaftswelt erleben wir momentan eine Wanderungsbewegung, die viele Organisationen auf unbekanntes Terrain zwingt.

Weil wir verstehen wollten, warum es zu diesen Umwälzungen kommt und wo und wie es Unternehmen besser und schneller gelingen kann, Fuß zu fassen, haben wir uns auf die Reise gemacht und Menschen gesucht, die sich mit der Frage beschäftigen, wie die Zukunft von Organisationen aussehen kann.

In diesem Text wollen wir Ihnen nun das Ergebnis dieser Recherche präsentieren: "Nextland", eine Landkarte, auf der die Namen von Städten, Bergen und Gewässern von uns durch Begriffe aus dem Managementkosmos ersetzt wurden (siehe "Eine Landkarte des Managements"). Was auch immer ein Unternehmen dazu bewegt, Neuland betreten zu wollen: Wir hoffen, dass unsere Skizze dabei hilft, besser zu navigieren.

Nowland

Links unten auf der Karte findet sich der nördliche Rand eines riesigen Kontinents, den wir als "Nowland" bezeichnet haben. Hier liegt die Wiege unserer bisherigen Form der Organisation. Der Landstrich wurde von den alten, machtvollen Paradigmen der Effizienz, Standardisierung, Planbarkeit und Kontrolle geprägt, die hier in den vergangenen knapp hundert Jahren für eine nie dagewesene Fortschritts- und Wachstumsentwicklung gesorgt haben.

Zu den ersten Besiedlern von Nowland zählten Menschen wie der politische Ökonom Charles Babbage (der als Erster die Aufteilung von Arbeitsprozessen in Teilprozesse mit unterschiedlichem Anspruchsniveau ins Spiel brachte, um Produktionskosten zu senken), der US-Industrielle Henry Ford (der die Fließbandfertigung erfand), der Arbeitswissenschaftler Frederick Taylor (der mit seinem Ansatz des Scientific Managements den Taylorismus begründete) und der französische Gelehrte Henri Fayol (der als einer der Ersten die Rolle und Aufgabe von Führungskräften analysierte).

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Das Erfolgsprinzip der Unternehmen, die hier lange Zeit mit stabilen Wachstumsraten wirtschafteten, fußt auf der Trennung von Hirn und Hand, von der Ausführung und Planung bis zur Zerlegung der Arbeit in kleine, messbare und berechenbare Schritte für die Output-Statistik, die es zu optimieren gilt. Mit diesem Effizienzdenken haben Unternehmen, wie wir sie heute kennen, ihren globalen Siegeszug angetreten und weltumspannende Netzwerke aufgebaut.

Gefährliche Strömungen

Quer durch Nowland fließt der "Versiegende Strom des Wachstums". Die Geschäftsmodelle der Unternehmen, die sich an seinem Ufer niedergelassen haben, waren auf unerschlossene Wachstumsmärkte unter stabilen Rahmenbedingungen ausgelegt. Doch jetzt, wo der Wasserstand des Stroms immer niedriger wird, können sich Firmen noch so sehr bemühen: Meist reichen ihre Maßnahmen nur noch aus, um im globalen Wettbewerb nicht völlig an Boden zu verlieren. Eric Beinhocker, Direktor des Institute for New Economic Thinking in New York, spricht gar von einem "Red Queen Race" und bezieht sich damit auf Lewis Carrolls Kinderroman "Alice hinter den Spiegeln", in dem die Rote Königin der neugierigen Alice erklärt: "Hierzulande musst du so schnell rennen, wie du kannst, wenn du am gleichen Fleck bleiben willst."

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