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Wenn dynamische Veränderungen in der Produktion auf veraltete Organisations-, Denk-und Entscheidungsstrukturen stoßen Neue Fertigungstechnologien revolutionieren die Unternehmen

Wer schafft schon einen Hubschrauber mit allem was dazugehört an, wenn er nicht willens wäre, die damit greifbaren geschäftlichen und/oder privaten Bewegungsmöglichkeiten voll zu nutzen? (Ändern falls flöge ja ein Heidengeld zum Schornstein hinaus.) Nun, viele Unternehmen verhalten sich so; sie investieren in neue Fertigungstechnologien wie CAE, FMS oder CIM, nutzen aber deren Potential gar nicht aus und übersehen dabei noch, daß die neuen Technologien ganz anderen Spielregeln unterliegen. Ähnlich wie der Tausch eines Dienstwagens gegen einen Helikopter bedeutet der Einsatz moderner Fertigungs- und Verfahrenstechnik den Sprung in eine neue, un vertraute Dimension. Um deren Potential in aller Breite ausschöpfen zu können, müssen die Manager verstehen lernen, daß vertraute Strukturen und Denkweisen nun zu Hindernissen werden - und zwar nicht nur im unmittelbaren Bereich der Fertigung. Daher müssen sie die Unternehmen als lernende Organisationen führen, in denen integrativer Sachverstand über den Wettbewerbserfolg eher entscheidet als hochkarätiges Spezialistentum und in die teure Ausrüstung gestecktes Sachkapital. An kreativen Gestaltungsspielräumen bieten die modernen Techniken ein Vielfaches mehr - allerdings um den Preis erheblich größerer Risiken.
aus Harvard Business manager 2/1989
Robert H. Hayes, Ramchandran Jaikumar
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