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Bücher Mut zum Umbruch

aus Harvard Business manager 11/2011

Mit Erfindungen und neuen Branchen tut sich Deutschland relativ leicht. Doch die Führungsrolle zu behalten und aus Erfindungen wie dem MP3-Player langfristig Kapital zu schlagen, gelingt nur selten. Ob Biotechnologie, Solarenergie oder Chipkarte - stets gab es einen starken Anfang hierzulande, das große Geschäft spielte sich anderswo ab. Mit dieser trüben Einschätzung eröffnen der ehemalige McKinsey-Partner Boris Maurer und seine Koautorin Sabine Fiedler ihr Plädoyer für mehr Mut zu revolutionärem Denken bei der Produktentwicklung.

Natürlich kann kein Unternehmen auf evolutionäre Neuerungen verzichten - immerhin stehen sie für 80 Prozent aller Umsätze. Doch mit langfristigen Visionen, wie sie der Siemens-Konzern mit seinem Schwenk zu regenerativen Energien formuliert hat, tun sich viele Unternehmen schwer. Um hier Hilfe zu leisten, beschreiben die Autoren, wie unter Berücksichtigung von Kultur, Wettbewerbsumfeld, Strategie und anderen Parametern ein eigenes, für revolutionäre Änderungen taugliches Innovationskonzept entsteht.

Das Buch liefert keine konkreten Werkzeuge, sondern den Rahmen für die Eigenentwicklung. Das geschieht gründlich, versehen mit Fallbeispielen - und manch kritischem Wort etwa zu Projekten wie Toll Collect.

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