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Über ethische Maßstäbe müssen Manager vor allem mit sich selbst ins Reine kommen Moralisch handeln aber wie?

Die Rolle der Moral in der Wirtschaft wird seit eh und je kontrovers diskutiert. Aber seit in hohem Maß um weltgefährliche Produkte und Produktionen, großangelegte Betrugsaktionen und Strukturkrisen mit folgenreichen Anpassungsmaßnahmen die Öffentlichkeit schrecken, stößt Unternehmensethik auf wachsendes Interesse. Welcher Wert soll/muß ethischem Verhalten in einer marktwirtschaftlichen Ordnung beigemessen werden, deren Grundprinzipien Wettbewerb und "Selbstinteresse" heißen? Sind Unternehmen hier überhaupt einer moralischen Verantwortung unterworfen, die über die Verpflichtung hinausgeht, den Eigentümern ein möglichst hohes Einkommen zu verschaffen? Mi/ton Fried man beispielsweise verneint die letzte Frage ohne Zögern. Der Autor hingegen - sein Beitrag wurde mit dem Ethikpreis der Harvard Business Review ausgezeichnet - ist anderer Meinung. Für ihn illustriert nicht nur die Geschichte seines eigenen Familienunternehmens, daß auch in heiklen unternehmerischen Entscheidungsprozessen moralische Grundsätze nicht geopfert werden müssen. In nüchtern pragmatischer Haltung versucht er, nicht zu predigen, was Unternehmen und ihre Leiter tun sollen, sondern zu raten, wie sie Auswege aus einem konkreten Dilemma finden können.
aus Harvard Business manager 2/1988
Adrian Cadbury
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