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Sorgfältige Planung ist notwendig, wenn die Fortschritte in der Prozeßtechnologie die Erwartungen der Produzenten erfüllen sollen Möglichkeiten und Gefahren EDV-gesteuerter Fertigung

Noch vor einem Jahrzehnt glaubten amerikanische Manager - geblendet durch Umsatzerfolge -, daß sie das Problem der Fertigung für alle Zeiten in den Griff bekommen hätten. Heute haben die Spitzenleistungen ihrer weltweit operierenden Mitbewerber diese Selbstgefälligkeit gründlich erschüttert. Um die Stellung gegen ihre auf Weltniveau produzierenden Konkurrenten zu halten, mußten amerikanische Hersteller lernen, den Konkurrenzkampf vor allem durch hervorragend organisierte Produktionsprozesse zu gewinnen. Roboter in der Produktion erwiesen sich kaum als Hilfe; in der Mehrzahl der Fälle konnten niedrigere Stückkosten und eine höhere Qualität nur auf Kosten der Flexibilität erreicht werden. Für Unternehmen in Branchen, in denen Fließband- oder Massenproduktion üblich ist, war dies kein schwerwiegendes Problem; für Serienproduzenten bedeutete es jedoch einen Alptraum. Sie konnten ihre Kosten nur dadurch niedrig halten, daß sie darauf verzichteten, die Maschinen rasch von einer Aufgabe auf die andere umzustellen - und damit auf das entscheidende Element ihres Produktionssystems. Es ist kein Wunder, daß Serienproduzenten auf rechnergesteuerte Maschinen, die flexible Produktionsabläufe ermöglichen, hoffen, als wären sie ein Allheilmittel. Aber in ihrem Eifer, die EDV-gelenkten Automaten einzusetzen, laufen sie Gefahr, die vielen Probleme zu übersehen, die sich daraus für das übrige Produktionssystem ergeben.
aus Harvard Business manager 4/1982
Donald Gerwin
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