Zur Ausgabe
Artikel 1 / 19
Nächster Artikel

Marktorientiert

aus Harvard Business manager 6/2004

Innovationen sind für Unternehmen überlebenswichtig. Immer wieder müssen neue Produkte und Dienstleistungen her. Die Kunden wollen beeindruckt sein, die Konkurrenz muss düpiert werden. Im Kampf um höhere Marktanteile, steigende Umsätze und Gewinne ruht regelmäßig alle Hoffnung auf den Forschern und Entwicklern einer Firma. Ist der Vorstand mit dem Prototyp zufrieden, knallen die Korken.

Aber Moment, da war doch noch was. Ja richtig, der Markt. Die beste Erfindung taugt nun mal nichts, wenn keiner sie kaufen will.

Weil Marktorientierung noch wichtiger ist als Innovation, beschäftigen sich gleich zwei Beiträge in dieser Ausgabe mit der Frage, wie neue Produkte den Weg zum Kunden finden. Manchmal hilft es schon, nicht ganz so perfekt sein zu wollen. Das steckt laut Harvard-Professor Youngme Moon hinter dem Verkaufserfolg von Sonys Roboterhündchen Aibo. Weil bei dem Prototypen kaum etwas ordentlich funktionierte, deuteten die Manager des Unternehmens die Schwächen von Aibo kurzerhand in seine Stärken um. Statt eines nützlichen Haushaltsroboters entstand ein liebenswertes Haustier. Warum Sony gegenüber seinem Konkurrenten Honda die Nase vorn hat, erklärt Moon in "Die Kunst des Tiefstapelns" (ab Seite 18).

In unserer Titelgeschichte beschäftigt sich Bhaskar Chakravorti mit dem Thema Markteinführung. Der Partner der US-Unternehmensberatung Monitor erinnert daran, dass Märkte heute Netzwerken ähneln. Althergebrachte Methoden zur Einführung von Produkten funktionieren nicht mehr. Die Wirksamkeit von Anzeigen, Werbekampagnen und Vertriebsteams geht zurück.

Chakravorti fordert ein Umdenken. Nicht das Produkt, sondern der angestrebte Markterfolg muss bei Innovationen im Vordergrund stehen. Und nur derjenige setzt sich durch, dem es gelingt, alle wichtigen Marktteilnehmer vom Nutzen seines Produktes zu überzeugen (ab Seite 22).

Zur Ausgabe
Artikel 1 / 19
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.