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Fallstudie Ausgebremst

Ein 54-jähriger Marketingmanager aus der Modebranche hatte die nächste Beförderung schon ins Auge gefasst. Doch plötzlich wird ihm gekündigt. Ein Schock. Was kann und will er tun?
aus Harvard Business manager 3/2021

ILLUSTRATION: PIETER VAN EENOGE FÜR HARVARD BUSINESS MANAGER

Harvard-Fallstudien

Im Jahr 1920 führte die Harvard Business School die Case-Study-Methode ein. Dabei beschäftigen sich die Studenten mit konkreten Problemen aus dem Alltag von Unternehmen.

Fallstudien gehören heute weltweit zum Standard in der Managerausbildung.

In jedem Heft präsentieren wir unseren Lesern einen fiktionalisierten Fall und Lösungsvorschläge von Experten.

Markus Gehl musste raus aus dem Konferenzraum. Es schnürte ihm die Kehle zu, er brauchte dringend frische Luft. Er stürmte durch den Notausgang der Firmenzentrale ins Freie. Die eisige Luft war eine Wohltat für seinen erhitzten Kopf. Mit schnellen Schritten eilte er zu seinem Lieblingsplatz, einer hinter Büschen versteckten Bank auf der nahe gelegenen Anhöhe. Mit einem lauten Seufzer setzte er sich und starrte in die schneebedeckte Landschaft.

Die Woche hatte schon merkwürdig angefangen. Am Montag hatte der CEO von Handsmen, Adrian Schopf, ad hoc ein wichtiges virtuelles Meeting für diesen Tag gecancelt – ohne Gründe zu nennen. Stattdessen hatte er Gehl und weitere Führungskräfte am Dienstag in sein Büro in der Zentrale bestellt. Schopfs Assistentin war Gehls Fragen nach dem Grund gekonnt ausgewichen. Doch auch wenn der 54-jährige Marketingmanager keine Antwort bekommen hatte, konnte er sich die Hintergründe denken. Schließlich konnte er rechnen: Die Umsätze des Herstellers von Herrenbekleidung hatten schon in den vergangenen Jahren nachgegeben, waren aber durch die Corona-Krise noch mal um ein Drittel auf rund 90 Millionen Euro eingebrochen. Gerade die Filialen in den größeren Städten hatten gelitten; ihnen fehlte das zahlungskräftige ausländische Publikum. Und auch die Nachfrage aus der Businesswelt war ausgeblieben – wer brauchte im Homeoffice schon eine neue Krawatte oder ein neues Hemd?1 Handsmen stellte Herrenkonfektion im Luxussegment her und war seit seiner Gründung in den 50er Jahren stets seiner Linie "Stilvoll, luxuriös, modisch" treu geblieben. Doch wenn über lange Zeit die Kundschaft ausbleibt, kann kein Unternehmen so weitermachen wie bisher.

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