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Früher Massenproduktion und Massenabsatz von Waren, heute Designer-Jeans und Designer-Gene Marketing im Zeitalter der Vielfalt

Vorbei sind die Zeiten, als die für riesige Käuferscharen bestimmten Waren noch in Massen hergestellt und vermarktet wurden. In der Wohlstandsgesellschaft dieser Tage sorgt eine hochentwickelte Fertigungstechnik im Bunde mit äußerst differenzierten kulturellen Einstellungen bei den Kunden dafür, daß ein schwindelerregend vielseitiges Angebot an Produkten und Leistungen die Märkte besetzt. Eine Welt der Buntheit und Vielfalt hat sich aufgetan, mit Nischen und kleinen Serien und einem wachsenden Wettbewerb um Neuheiten. Besonders fällt der Niedergang des alten Markenartikels und die Vermehrung der ,,weißen" Fabrikate auf, die trügerische Sicherheit bislang behaupteter Marktanteile, die wachsende Bedeutung des Nischenabsatzes, das zunehmende Gewicht integrierter Produkte (Service, Finanzleistungen, Technologie und sogar der persönliche Einsatz des Chefs komplettieren die eigentliche Produktleistung), die immer konsequentere Kundenorientierung und schließlich die vielen neuartigen Formen im Vertrieb. Goliath (Großkonzerne) und David (kleine Gründer) finden nebeneinander ihr Auskommen, denn die einen produzieren und vermarkten, was die anderen erfinden. Die Zukunft gehört sogar diesen Beziehungen, weil sie für Produkte bürgen, die den differenzierteren Kundenbedürfnissen entsprechen.
aus Harvard Business manager 2/1989
Regis McKenna
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