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Homeoffice Chefs sind immer noch misstrauisch

Mitarbeiter im Homeoffice sind weniger produktiv, öfter abgelenkt und weniger motiviert. Diese Vorurteile halten sich hartnäckig vor allem bei Führungskräften, wie eine neue Studie belegt.
aus Harvard Business manager 10/2020
Foto: Klaus Vedfelt / Getty Images

In den vergangenen Monaten haben wir uns mehr oder weniger an die Arbeit von zu Hause aus gewöhnt. Doch Gewöhnung bedeutet noch nicht Akzeptanz, wie eine Studie der Curtin University in Perth, Australien, belegt.

Befragt wurden mehr als 1200 Menschen in 24 Ländern, die aktuell nicht in ihrem Büro arbeiten – darunter auch 215 Führungskräfte. 38 Prozent dieser Chefs waren der Meinung, dass Remote-Mitarbeiter meist schlechtere Arbeit leisten als ihre Kolleginnen und Kollegen im Büro; weitere 22 Prozent waren sich bei dieser Frage nicht sicher. Und 41 Prozent zeigten sich skeptisch, ob ihre Mitarbeiter im Homeoffice über längere Zeit motiviert bleiben können.

"Insgesamt ist das Bild nicht gerade rosig", schreiben die Autorinnen. Das deute darauf hin, dass weiterhin eine erhebliche Anzahl von Managern negative Ansichten über Remote-Arbeit hege und den eigenen Mitarbeitern misstraue. Die größte Skepsis zeigten dabei drei Gruppen: 1. Männer; 2. Manager, die selbst von ihrem Chef eng überwacht wurden; und 3. Manager, die sich eher als Technik- oder Verwaltungsexperte sahen und nicht in erster Linie als Führungskraft.

Quelle: Sharon K. Parker et al.: "Remote Managers Are Having Trust Issues", hbr.org, Juli 2020

Dieser Artikel erschien in der Oktober-Ausgabe 2020 des Harvard Business manager.

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