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Mitarbeiter Der schon wieder!

Ist es sinnvoll, ehemaligen Mitarbeitern eine zweite Chance zu geben oder sie als Führungskräfte zurück ins Unternehmen zu holen? Nicht unbedingt, fanden US-Managementforscher heraus.
aus Harvard Business manager 4/2021

Im Englischen gibt es ein schönes Wort für Ex-Mitarbeiter, die irgendwann wieder bei ihrem alten Arbeitgeber einsteigen: Boomerang Employees. Doch ist es wirklich eine gute Idee, die Verflossenen wieder ins Haus zu holen? Dieser Frage ist ein Team von US-Managementprofessoren nachgegangen. Für ihre Studie werteten sie Daten von mehr als 30.000 Führungskräften eines großen Einzelhändlers über einen Zeitraum von acht Jahren aus. Ein Teil von ihnen war intern auf eine Managementposition befördert worden, ein anderer Teil wurde von außen rekrutiert, und einige waren nach einer Weile in anderen Unternehmen wieder zurückgekommen.

Tatsächlich entpuppten sich die Boomerang Employees als solide, aber keineswegs überragende Wahl: Sie brachten die gleiche Leistung wie vor ihrem Abgang – also auch keine bessere – und zeigten nach dem ersten Jahr im Job eine geringere Leistungssteigerung als interne oder externe Kandidaten. Allerdings kündigten sie ihren neuen alten Job mit höherer Wahrscheinlichkeit ein zweites Mal. "Wir hatten auf eine gute Story von der ,zweiten Chance' gehofft", schreiben die Forscher. "Aber wir fanden nur heraus, dass sie sich beim zweiten Mal sehr ähnlich verhielten wie beim ersten Mal."

Quelle: John D. Arnold et al.: "Welcome Back? Job Performance and Turnover of Boomerang Employees Compared to Internal and External Hires", Journal of Management, Juli 2020

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