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Künstliche Intelligenz Mensch und Maschine als Team

Unternehmen müssen lernen, dass künstliche Intelligenz Mitarbeiter nicht ersetzen darf. Denn erst wenn die Stärken der Technik und des Personals kombiniert werden, zeigen sich die tatsächlichen Vorteile.
aus Harvard Business manager 10/2018

Kuo Cheng Liao

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Künstliche Intelligenz wird immer besser darin, Aufgaben zu lösen, die bislang als Domäne der menschlichen Intelligenz galten: Dazu gehören die Diagnose von Krankheiten, die Übersetzung von Fremdsprachen oder der Kundenservice. Und die technische Entwicklung schreitet immer schneller fort. Das weckt verständlicherweise Ängste, dass menschliche Arbeitskräfte am Ende quer durch alle Branchen von künstlicher Intelligenz (KI) ersetzt werden könnten. Dies ist jedoch kein zwingendes Szenario – und auch nicht das wahrscheinlichste. Nie zuvor waren digitale Werkzeuge so gut auf uns zugeschnitten. Nie zuvor haben wir so intensiv mit ihnen gearbeitet. KI wird die Art und Weise verändern, wie wir arbeiten – und ebenso die Aufgabenverteilung. Vor allem aber wird sie menschliche Fähigkeiten nicht ersetzen, sondern verbessern und ergänzen.

Natürlich haben viele Unternehmen KI bislang dazu genutzt, Prozesse zu automatisieren. Aber jene Organisationen, die sie hauptsächlich dazu nutzen, die Belegschaft zu verkleinern, werden nur kurzfristige Produktivitätszuwächse verbuchen können. Wie unsere Untersuchung in 1500 Unternehmen belegt, zeigen sich die deutlichsten Leistungszuwächse, wenn Menschen und Technik zusammenarbeiten (siehe Kasten "Der Wert der Zusammenarbeit"). Durch die Kombination ihrer Fähigkeiten können Menschen und KI ihre jeweiligen Stärken gezielt steigern: Das betrifft einerseits die Kompetenz in der Führung, der Teamarbeit, der Kreativität und in den sozialen Fähigkeiten von Menschen. Und andererseits die Schnelligkeit, Skalierbarkeit und quantitativen Möglichkeiten der Maschinen.

Was für Menschen eine ganz normale Sache ist – wie etwa einen Witz zu machen –, kann für Maschinen überaus schwierig zu verstehen sein. Und was für Maschinen eine einfache Angelegenheit ist – so wie die Analyse von großen Datenmengen –, wird für Menschen immer unmöglich bleiben. Unternehmen brauchen beide Arten von Kompetenzen. Um die Vorteile dieser Partnerschaft vollständig für sich zu nutzen, müssen Unternehmen verstehen, wie Menschen die Leistungen von Maschinen am effektivsten steigern können. Und wie Maschinen Leistungen auf den Gebieten verbessern, die zu den Stärken der Menschen gehören.

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In einem weiteren Schritt müssen Unternehmen ihre Prozesse so aufstellen, dass sie diese Partnerschaft wirklich fördern. Im Rahmen unserer Untersuchungen und Arbeiten auf diesem Feld haben wir Leitlinien entwickelt, die Unternehmen helfen, dies zu erreichen – und so die Kraft der kombinierten Intelligenz für sich arbeiten zu lassen.

Menschen helfen Maschinen

Den Menschen kommen gleich drei entscheidende Rollen zu: Sie müssen die Maschinen dahingehend entwickeln, dass sie bestimmte Aufgaben lösen können. Vor allem aber müssen sie die maschinellen Lösungen erklären – besonders dann, wenn die Resultate der Intuition entgegenlaufen oder strittig sind. Zudem müssen sie dafür sorgen, dass die Technik verantwortungsbewusst eingesetzt wird, etwa indem sie verhindern, dass Roboter Menschen Schaden zufügen.

Trainieren

Algorithmen für maschinelles Lernen müssen darin trainiert werden, die Aufgaben zu lösen, für die sie entwickelt wurden. Im Rahmen dessen müssen riesige Datenmengen zusammengestellt werden, mit deren Hilfe zum Beispiel maschinelle Übersetzungsapps lernen können, wie Redewendungen verwendet werden. Apps aus dem Medizinbereich müssen lernen, wie Krankheiten erkannt werden können. Maschinen, die sich mit Beratung befassen, müssen lernen, wie sie finanzielle Entscheidungen unterstützen können.

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