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Forum Konsequenter Führungsstil

Best Practice: Talente finden und fördern (HBm Januar 2008)
aus Harvard Business manager 3/2008

Der Artikel unterstreicht endlich einmal und überdeutlich den zwar allseits bekannten, aber leider in Unternehmen viel zu wenig berücksichtigten Tatbestand: Der Fisch fängt stets am Kopf an zu stinken. Auf unserem Spezialgebiet Aktivierendes Lernen stellen wir das seit Jahren oft fest. Unsere Erfolge beim Umstellen innerbetrieblicher Weiterbildungsabteilungen auf eine neue Trainingsdidaktik waren immer nur dann möglich, wenn dieses Vorhaben "von oben" nicht nur wohlwollend geduldet, sondern auch gefordert, selbst praktiziert und aktiv begleitet wurde. Sobald es daran fehlt, sinkt die Bereitschaft an der "Weiterbildungsfront" deutlich, das eigene Verhalten zu verändern. Diese Veränderungen sind jedoch Hauptvoraussetzung dafür, dass sich nicht nur die Seminarbeurteilungen der Teilnehmer, sondern auch Umfang und Nachhaltigkeit der Lernerfolge beziehungsweise der Praxistransfer des Lernstoffs entscheidend verbessern. Darum war ich hocherfreut, dass es an der "Verkaufsfront" nicht anders ist: Kundenzufriedenheit und damit Umsatz und Gewinn setzen in der Regel einen entsprechenden und konsequent durchgezogenen Führungsstil voraus, weil das unmittelbare Voraussetzung für ein erfolgreiches Verkaufs- und Beratungsverhalten des Personals ist. Und da diese Botschaft aus der Führungsetage einer der bekanntesten deutschen Unternehmensgruppen kommt, gehe ich davon aus, dass wir in Zukunft offenere Ohren für das Angehen dieser Problematik finden.

Ich beschäftigte mich seit vielen Jahren mit kommunikativen Techniken, sogenannten Mikromustern, die Basis jeder Art von Kommunikation sind und sich von jedermann leicht erlernen lassen. Ihre Ausführungen zu den Begriffen Talente, Fähigkeiten und Techniken und auch das erwähnte Beispiel des Duchenne-Lächelns kann ich daher voll unterschreiben. Neu angeeignete Techniken wirken umso natürlicher und damit auch erfolgreicher, je besser sie zu den Talenten des Anwenders passen. Das setzt jedoch zwei Dinge voraus: Man muss seine Talente kennen (dafür gibt es genug Ansätze), und die Techniken müssen so exakt beschrieben sein, dass man Auswahlentscheidungen treffen kann (das ist meine Aufgabe). Diese detaillierte und erfolgreiche Art des Lernens und Trainierens ist zwar hoch effizient, aber nur wenig motivierend - darum beherrschen auch nur sehr wenige ein Instrument. In diesem Zusammenhang behandele ich auch den Flow, stoße dabei jedoch meist auf eine Mischung aus Unverständnis, Unglauben und Zweifel am Nutzen. Durch Einsatz Ihres Artikels werden sich die Vorbehalte sicher merkbar reduzieren. Denn nun kommt das sogar aus der "richtigen" Praxis.

Prof. Dr. Wolfgang J. Linker, ALS - Aktivierende LernSysteme GmbH, Flensburg

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