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Zum Problem der Verantwortung in einer veränderten Gesellschaft Können Unternehmen ein Gewissen haben?

Wenn ein angestrebter Gewinn im Konflikt mit dem Wohlergehen eines Gemeinwesens steht, betrachten Unternehmensleiter den Gewinn nicht immer als einziges Ziel. Auch sind sie nicht der Meinung, daß solche prinzipiellen Erörterungen nicht ihre Domäne seien. Sie konferieren mit ihren Aufsichtsräten und Managern, nehmen sich die Zeit, Politiker anzuhören, und legen behutsam einen Kurs fest, der sich im Einklang sowohl mit den Bedürfnissen der Gesellschaft als auch denen des Unternehmens befindet. Aber es ist nicht einfach, Entscheidungen so zu treffen - diese Methode enthält alle Merkmale des Handelns eines Menschen, der versucht, in einer konfliktreichen Situation richtig zu agieren. Deshalb behaupten die Autoren, daß der Begriff "Gewissen" auch auf Unternehmen angewandt werden kann. Diese Ansicht stellt eine Verschiebung der Perspektive dar, weil die traditionelle Vorstellung von Gewissen mit einem Menschen in Verbindung gebracht wird. Wenn man indes die Grenzen einer Disziplin überschreitet, kann sich eine neue Perspektive ergeben, aus der zu sehen ist, wie Konflikte gehandhabt und Ziele deutlicher sichtbar gemacht werden können.
aus Harvard Business manager 1/1983
Kenneth E. Goodpaster, John B. Matthews jr.
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