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Bücher Keine Kompromisse

aus Harvard Business manager 1/2012

Wer sich dafür interessiert, wie erfolgreiche Unternehmen funktionieren, findet in der Biografie von Steve Jobs eine Fülle von Anregungen. Im Grunde ist dieses Werk eine Art Managementbuch in Form einer Dokumentation. Dem Schriftsteller Walter Isaacson gelingt es, das Wesen von Apple so genau zu erfassen, dass man als Leser erahnen kann, was es bedeutet, mit Innovationen die Welt zu verändern, einer tief verinnerlichten Idee zu folgen: unendliche Anstrengung, unermüdliche Diskussionen bis hin zum Streit, unbedingte Kooperation, extremer Frust - und Stolz.

Ganz nebenbei vermittelt Isaacson beim Beschreiben von Jobs' Leben die Managementkonzepte, die vielen modernen Unternehmen zugrunde liegen: etwa wie bahnbrechende Innovationen entwickelt werden (Steve Jobs ließ sich stark von Innovationspapst Clayton Christensen leiten) oder wie ausgeprägte interne Kommunikation und der Abbau von Silos die Entwicklung komplexer Produktsysteme erst ermöglichen (beeindruckend erzählt an den Beispielen Pixar und Sony). Doch der wahre Wert des Buches liegt in der Darstellung des Produktverständnisses von Apple und Pixar: Deren exzellente Führungskräfte und Mitarbeiter produzieren kompromisslos, was sie selbst unbedingt haben wollen. Gibt es eine bessere Motivation?

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