Zur Ausgabe
Artikel 5 / 19
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Stichwort Issue-Management

aus Harvard Business manager 1/2003

Unternehmen kommen leicht ins Gerede: Etwa wenn die A-Klasse von Mercedes-Benz umkippt, Bayer ein Medikament zurückrufen muss oder Adidas Kinderarbeit vorgeworfen wird. Soll das Image des betroffenen Konzerns keinen dauerhaften Schaden nehmen, müssen sich die Führungskräfte mit diesen (Streit-)Fragen, neudeutsch Issues, auseinander setzen. Da die Öffentlichkeit Unternehmen zunehmend kritisch beobachtet, betreiben Firmen immer häufiger ein so genanntes Issue-Management.

Idealerweise gehören dazu eine systematische Quellenanalyse und im zweiten Schritt das Beeinflussen von Trends und Meinungen. So suchen Bertelsmann-Mitarbeiter jeden Tag in rund 30 000 Zeitungs- und Magazinartikeln nach Themen, die den Konzern betreffen könnten. Die Issue-Manager von DaimlerChrysler beobachten sogar Internet-Newsgroups von Umweltverbänden. Der Konzern stellte bei seinen Recherchen vor einiger Zeit fest, dass sein Hightech-Image in Gefahr geriet. Die Stuttgarter reagierten darauf mit einem verstärkten Angebot von Werksbesuchen, Hintergrundgesprächen und Pressekonferenzen.

Issue-Management ist aber nicht allein eine Aufgabe der Kommunikationsabteilung, sondern auch aller anderen Bereiche. Gefordert ist jeder Mitarbeiter, der Kontakt zu einem bestimmten Ausschnitt der Öffentlichkeit hat und damit das Bild des Unternehmens beeinflussen kann.

© 2003 Harvard Businessmanager

Zur Ausgabe
Artikel 5 / 19
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.