Zur Ausgabe
Artikel 2 / 27
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Produktentwicklung Vertraue keiner Crowd!

Viele Unternehmen lassen im Internet Konsumenten über Produktideen abstimmen. Doch die Beziehungen der Teilnehmer untereinander verfälschen die Ergebnisse.
aus Harvard Business manager 2/2018
Foto: imago/Geisser

Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet.

Als der Schweizer Brausehersteller Rivella 2012 nach neuen Geschmacksrichtungen suchte, nutzte er eine Open-Innovation- Plattform, auf der Verbraucher eigene Ideen einbringen können. Mehr als 800 Vorschläge gingen ein. Beim Durchsehen der Beiträge fiel den Unternehmensmanagern auf, dass eine Variante in der Community besonders gut anzukommen schien: ein Gesundheitsdrink mit Ingwergeschmack. Doch eine nähere Betrachtung ergab, dass die Beliebtheit vor allem auf die Aktivitäten nur einer Handvoll Teilnehmer zurückzuführen war, die fieberhaft daran arbeitete, Stimmen einzuwerben und Kommentare auszulösen.

"Es handelte sich um eine sehr kleine Gruppe von Konsumenten, deren Mitglieder sich gegenseitig unterstützten und viel Wirbel verursachten", sagt Silvan Brauen, der für die Innovationsvorhaben von Rivella verantwortlich war. Trotz des eindeutigen Onlinefeedbacks entschied sich das Unternehmen gegen die Idee, weil es davon ausging, dass der Ingwergeschmack am Markt scheitern würde.

Lead Forward

Der wöchentliche Newsletter für erfolgreiche Führungskräfte

Antonia Götsch, Chefredakteurin des Harvard Business managers, teilt Wissen aus den besten Managementhochschulen der Welt und ihre eigenen Erfahrungen mit Ihnen. Einmal die Woche direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Jetzt bestellen

Das Beispiel zeigt, wie sich eine soziale Verzerrung in einem Crowdsourcingprojekt niederschlagen kann. Neue Forschungen verdeutlichen, dass Unternehmen sich dieser Gefahr bewusst sein sollten, wenn sie bei Innovationsvorhaben die Meinung der Internetgemeinde einholen. Reto Hofstetter, Marketingprofessor an der Schweizer Universität Luzern, hat untersucht, wie soziale Verzerrungen Ergebnisse verfälschen können. Ausgangsbasis waren 87 Crowdsourcingprojekte, die 18 Unternehmen innerhalb von 14 Monaten auf Atizo360° einstellten. Atizo ist eine der führenden europäischen Plattformen für Open Innovation, die regelmäßig von Unternehmen wie BMW  und Nestlé  genutzt wird. Insgesamt analysierte Hofstetters Team 31 114 Ideen von 1917 Verbrauchern.

Harvard Business manager plus

Jetzt weiterlesen. Mit dem passenden manager Abo.

Einen Monat für € 0,99 testen. Jederzeit kündbar.

Ihre Vorteile:

  • manager magazin+ und Harvard Business manager+ im Paket
  • Alle Inhalte von m+ und HBm+ auf der Seite manager-magazin.de und in der manager-Nachrichten-App
  • Der Inhalt der gedruckten Magazine inkl. E-Paper (PDF)
Jetzt für € 0,99 testen

Sie sind bereits Digital-Abonnentin oder -Abonnent? Hier anmelden

Weiterlesen mit manager+

Immer einen Einblick voraus

Ihre Vorteile mit manager+

  • manager magazin+

    in der App

  • Harvard Business manager+

    in der App

  • Das manager magazin und den Harvard Business manager lesen

    als E-Paper in der App

  • Alle Artikel in der manager-App

    für nur € 24,99 pro Monat

Sie haben bereits ein Digital-Abonnement?

manager+ wird über Ihren iTunes-Account abgewickelt und mit Kaufbestätigung bezahlt. 24 Stunden vor Ablauf verlängert sich das Abo automatisch um einen Monat zum Preis von zurzeit 24,99€. In den Einstellungen Ihres iTunes-Accounts können Sie das Abo jederzeit kündigen. Um manager+ außerhalb dieser App zu nutzen, müssen Sie das Abo direkt nach dem Kauf mit einem manager-ID-Konto verknüpfen. Mit dem Kauf akzeptieren Sie unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärung .

Zur Ausgabe
Artikel 2 / 27
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.