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Ein Streitgespräch über Sinn und Unsinn des Testens von Werbekampagnen In Testsituationen spiegelt sich selten die Realität

"Von Testinstituten kriege ich meist nur Geschmacksurteile um die Ohren gehauen", sagt Rainer Baginski, Creative Director und Texter, "sie schlußfolgern aus ihren Auszählungen, wie die Menschen meine Kampagnen finden. Dabei ist es für mich keine Frage: Ich soll die Ästhetik der Leute prägen - und nicht die meine. Und dann werden auch noch meistens die Falschen befragt ..."Armin Münch war Product Manager bei Procter & Gamble, war Geschäftsführer der Agentur TB WA und ist heute Mitinhaber eines Testinstitutes. Er sagt: "Werbung soll verkaufen, klar, oder zumindest vorverkaufen. Sie soll zu Probierkäufen führen und Wiederholungskäufer in ihrer Marken wahl bestätigen. Deswegen müssen es sich Werbeleute gefallen lassen, eigentlich sogar wünschen, daß ihre Kampagnen abgetestet werden, ob sie ihre Aufgabe erfüllen. Sie haben freilich einen legitimen Anspruch auf adäquate Tests und in dem Zusammenhang gibt es eine Menge Probleme." Das Gespräch mit Rainer Baginski und Armin Münch moderierte Martin Merkel, Mitglied des Redaktionsbeirates von HARVARDmanager.
aus Harvard Business manager 3/1980
Rainer Baginski, Armin Münch
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