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in summa

aus Harvard Business manager 4/1980

Es gibt Führungskräfte, die hart und leidenschaftlich arbeiten, auf dem Karriereweg aber dennoch nicht recht vorankommen, weil sie durch störrisches und ruppiges Verhalten Untergebene verletzen und bei Vorgesetzten anecken. Diesen "Schmirgel-Charakter" beschreibt Harry Levinson auf den Seiten 16 bis 22 der vorliegenden Ausgabe von HARVARDmanager. In einem ergänzenden Kommentar (Seite 23) berichtet Ernst Zander von eigenen Erfahrungen. Zander ist Personal-Vorstand der Reemtsma-Gruppe und hat seit einigen Jahren eine Professur an der Freien Universität in Berlin; er liest in den Fachbereichen Wirtschaftswissenschaften und Rechtswissenschaft. Zanders besonderes Interesse gilt der Führungspsychologie; diesem Thema widmet sich auch sein neues Buch "Führung in den achtziger Jahren", das Ende dieses Jahres erscheint. Von Zander oft zitiert wird Hans Jürgen Eysenck, den Martin Merkel - Redaktionsbeirat von HARVARDmanager - in London interviewte. Das Gespräch wird in der nächsten Ausgabe veröffentlicht; es analysiert die Frage: "Welche Fehler machen Unternehmer, wenn sie Top-Manager einstellen?" Eysenck hat viele amerikanische Unternehmen beraten; er lobt die Selbstverständlichkeit, mit der in den USA Personalchefs bereits auf den Universitäten in den wichtigsten Grundlagen der Psychologie ausgebildet werden (in Deutschland dagegen ist dieser Bereich noch ein weitgehend braches Feld). Mit Levinson, Zander und Eysenck kommen in HARVARDmanager Persönlichkeiten zu Wort, die paradigmatisch belegen, daß Theorie und Praxis des Managements als Einheit zu sehen sind, wie sie auch das redaktionelle Konzept von HARVARDmanager intendiert. Das Zusammengehören von Theorie und Praxis hat Peter F. Drucker stets mit Verve vertreten. Er war Berater für Management-Praxis der größten Unternehmen in den USA und zahlreicher bedeutender Firmen außerhalb der Vereinigten Staaten. Die Regierungen der USA, Kanadas und Japans haben seinen Rat in Fragen der Wirtschafts- und Unternehmenspolitik eingeholt. Drucker hat seine Erfahrungen analytisch verarbeitet und in zahlreichen Büchern veröffentlicht. Warum es sich auch heute noch lohnt, diese Werke zu lesen und sich mit Druckers Gedanken auseinanderzusetzen, beschreibt Alan M. Kantrow auf den Seiten 65 bis 73.

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