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Ohne tüchtige Gefolgsleute ist selbst die beste Führungskraft nicht viel wert Hommage für die unentbehrlichen Knappen des Chefs

Um Bedeutung und Eigenschaften von Führungspersönlichkeiten wird viel Tamtam gemacht. Ihre Mitarbeiter und Mitstreiter dagegen erregen weniger Aufsehen, obwohl selbst ein fähiger Chef ohne sie wenig ausrichten könnte. Die Studien des Verfassers weisen Führung ("Leadership") und Gefolgschaft ("Followership") als zwei verschiedene Rollen aus - funktions- und nicht personenbezogen. Denn Menschen können im Laufe ihres Berufslebens, ja bereits an einem einzigen Arbeitstag in der einen wie anderen Rolle füngieren. Entscheidend aber ist, daß tüchtige Führungskräfte (oder: Vorgesetzte) und tüchtige Gefolgsleute (oder: Untergebene) weitgehend die gleichen Eigenschaften brauchen und gebrauchen: Engagement für die Ziele der Organisation, Verpflichtetsein auf Normen, Talent zum selbständigen Arbeiten, Bereitschaft zur Entwicklung vorhandener persönlicher Stärken, Fähigkeit zur Konzentration auf die wichtigen Aufgaben, Mut, Aufrichtigkeit und Vertrauenswürdigkeit. Doch während Führungskräfte sorgsam geschult und ausgebildet werden, bleibt die Qualifizierung der Gefolgsleute dem Zufall überlassen. Der Verfasser sieht vier gute Möglichkeiten, wie sich Talente - im Sinne einer umfassenderen Organisationskultur - systematisch fördern lassen - schließlich bilden diese Mitarbeiter ja auch das interne Reservoir für Führungskräfte.
aus Harvard Business manager 2/1989
Robert E. Kelley
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