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Pauschale Verrechnungsmethoden verzerren die Rentabilität von Produktlinien und Geschäftsbereichen Gemeinkosten ertragsgetreu umlegen

Der Chef eines Kurzwarenherstellers wunderte sich: Trotz ständig steigendem Umsatz brachte der Geschäftsbereich "Wollprodukte" nur Verluste. So forderte er das Rechnungswesen auf, die Umlage der Gemeinkosten auf die Produktlinien des Unternehmens zu überprüfen. Der Bericht des Controllers bestätigte, was der Geschäftsführer vermutet hatte: Der Wollbereich wies nur deshalb rote Zahlen aus, weil die Vertriebs- und Verwaltungsgemeinkosten falsch aufgeschlüsselt wurden. Das Unternehmen hatte die weithin übliche, aber willkürliche Umsatzanteilmethode angewandt, die eine Produktgruppe mit hohen Materialkosten (wie Wollerzeugnisse) benachteiligt. Pauschale Umlageverfahren erleichtern vielleicht den Buchhaltern die Arbeit, sie können aber Ressourcen eines Unternehmens in die falsche Richtung lenken. Anhand dreier Beispiele zeigt der Beitrag, wie sich die Umlage der Gemeinkosten verfeinern läßt, um die Rentabilität einzelner Produktlinien und Geschäftsfelder realitätsnäher zu ermitteln. Dabei kommt es, so der Verfasser, weniger auf starre Formeln als vielmehr auf gesunden Menschenverstand an.
aus Harvard Business manager 3/1987
Thomas S. Dudick
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