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Editorial Gegen den Sturm?

aus Harvard Business manager 12/2021
Antonia Götsch, Chefredakteurin

Antonia Götsch, Chefredakteurin

Foto: ALEXANDER HAGMANN

Immer am Rand der Klippe entlang. Als ich den Entwurf für unser Titelbild sah, musste ich lachen: "Mein Berufsleben in einem Bild." Können Sie sich an ein Jahr ohne Veränderung, Change- und Krisenmanagement erinnern? Manchmal fühlt es sich an, als würden wir auf unserem Küstenpfad gegen den Wind marschieren. Es kostet Kraft, nicht umzufallen – vom Vorankommen ganz zu schweigen.

Das Erstaunliche ist, wie selten wir in solchen Momenten unsere Position verändern, um weniger Angriffsfläche zu bieten oder besseren Halt zu finden. Wahrscheinlich, weil wir alle Energie darauf verwenden, dem Druck standzuhalten.

Menschen wehren sich gegen Veränderung. Das ist praktisch ein Naturgesetz. Wir reagieren mit Ablehnung, Beharrungskraft oder Angst. Zugleich treibt uns Neugier an und die Lust am Entdecken. John Kotter und seine Co-Autoren schreiben im Titelschwerpunkt  über diesen Widerspruch und die zwei Systeme, mit denen uns die Evolution ausgestattet hat: den Überlebensmodus, der uns hilft, eine drohende Gefahr abzuwehren – der aber auch nichts anderes zulässt als Verteidigung; und den Modus des Wachsens und Gedeihens. Erfolgreicher Change gelingt nur im zweiten Modus.

Meine Branche macht gerade riesige Veränderungen durch. Das eröffnet Raum für Kreativität, Ausprobieren und Entwicklung. Ich habe Kompetenzen erlernt, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich sie mal brauchen werde. Verteidigung und Wachstum sind oft nur einen Schritt voneinander entfernt, wenn wir die Perspektive ändern.

Ausgabe Dezember 2021

Bleibt das jetzt so?

Change Management: Unternehmen müssen sich heute schneller verändern als je zuvor. Das gelingt nur mit Neugier und Furchtlosigkeit. Sind Sie bereit?

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