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Leadership-Professor Wolfgang Jenewein "Große Empathie"

Zu glauben, 60-jährige Vorstände fingen plötzlich an, agil zu arbeiten, findet Wolfgang Jenewein naiv. Der St. Galler Leadership-Professor erklärt, mit welcher Einstellung Manager den neuen Herausforderungen begegnen sollten.
Das Interview führte Christina Kestel
aus Harvard Business manager 1/2019
Foto: FLORIAN GENEROTZKY

Agilität ist derzeit das Buzzword schlechthin. Aber erst ganz wenige deutsche Unternehmen wie SAP  oder Bosch haben agiles Arbeiten im ganzen Unternehmen ausgerollt. Steckt die agile Revolution noch in den Kinderschuhen?

Wolfgang Jenewein Bis heute wird in vielen Organisationen Agilität eher als Pilotprojekt für gewisse Themen angesehen. Solche Leuchtturmprojekte gibt es zum Beispiel in der Automobilindustrie – etwa bei VW, BMW , Daimler  –, aber man kann nicht sagen, dass es auf breiter Ebene stattfindet.

Es ist auch nicht gerade einfach, ein großes, gut funktionierendes System wie einen Konzern umzustellen. Dabei stellt sich ebenso die Frage, ob es sinnvoll ist, alles mit Gewalt auf agil zu trimmen. Für Produktion, Finanzen oder Einkauf ist es das sicher nicht. Und am Ende steht die Frage, ob das auf lange Sicht die besseren Ergebnisse liefert.

Für viele Führungskräfte ist die agile Arbeitsweise völlig neu. Statt um Command & Control geht es nun ums Experimentieren, Beobachten und Lernen. Inwieweit verlangt das nach einem neuen Führungstypus?

Es braucht eine andere Art von Führung und Haltung. Es ist auch nicht jeder dafür geeignet. Wer 30 oder mehr Jahre lang die Hierarchien nach oben geklettert ist, tut sich mit flexiblen Umgangsformen schwer. In vielen Unternehmen herrscht immer noch das Statusdenken vor, und viele Chefs führen weiter über Kontrolle und Macht. Sie werden nicht von heute auf morgen auf agil umschwenken können.

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