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Homeoffice Das bleibt jetzt so!

Wir haben gelernt: Mobiles Arbeiten funktioniert. Aber klappt es auch auf Dauer? Kommunikation, Wissenstransfer, kreativer Austausch und die Datensicherheit lassen sich noch deutlich verbessern. Es gibt bereits Pioniere, von denen Unternehmen viel lernen können.

aus Harvard Business manager 2/2021
Foto:

SEJKKO

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Schon vor dem Jahr 2020 kündigte sich in Unternehmen ein Trend an. Technik und digitale Vernetzung hatten sich so schnell und so weit entwickelt, dass viele Wissensarbeiter anfingen zu fragen: Müssen wir wirklich zusammen in einem Büro sitzen, um unsere Arbeit zu erledigen?

Die Antwort auf diese Frage haben uns die Lockdowns während der Corona-Pandemie geliefert. Wir haben gelernt, dass sehr viele von uns tatsächlich nicht mit Kolleginnen und Kollegen vor Ort zusammensein müssen, um unsere Aufgaben zu erfüllen. Die vergangenen Monate haben bewiesen, dass Einzelpersonen, Teams, sogar ganze Unternehmen auch dann gute Leistungen erbringen können, wenn sie geografisch voneinander getrennt sind. Somit stehen wir nun vor neuen Fragen: Sind Unternehmen, die überwiegend oder sogar vollständig mobiles Arbeiten ermöglichen, die Zukunft der Wissensarbeit? Kann diese Art der Zusammenarbeit eine Dauerlösung sein?

Mobiles Arbeiten bietet Unternehmen und ihren Mitarbeitern zweifelsohne deutliche Vorteile. Unternehmen können ihre Immobilienkosten reduzieren oder sogar komplett streichen, die besten Talente überall auf der Welt rekrutieren und dabei Probleme bei der Einwanderung in bestimmte Länder umgehen. Zudem deuten Studien darauf hin, dass sich möglicherweise sogar die Produktivität der Arbeitnehmer erhöht. Die Angestellten profitieren von geografischer Flexibilität (sie können an ihrem Wunschort leben), müssen nicht mehr pendeln – und berichten von einer besseren Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben. Allerdings gibt es nach wie vor Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der mobilen Arbeit. Einige sorgen sich, dass die Kommunikation darunter leidet. Weitere mögliche Problemfelder sind Wissensaustausch, Kontaktpflege, Kollegialität und Mentoring. Sorgen bereiten auch Leistungsbewertung und Vergütung sowie Datensicherheit und Regulierung.

Kompakt

Der Wandel
Die Lockdown-Phasen während der Corona-Pandemie haben bewiesen, dass es nicht nur möglich, sondern vielleicht sogar von Vorteil ist, wenn Wissensarbeiter mobil arbeiten. Erleben wir nun den Wandel hin zu einem langfristigen, rein mobilen Arbeitsmodell?

Die Probleme
Studien belegen, dass die Arbeit im Homeoffice sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber zahlreiche Vorteile bietet. Dazu zählen unter anderem eine gesteigerte Produktivität und größeres Engagement. Arbeiten fast alle Mitarbeiter mobil, ergeben sich allerdings auch Herausforderungen für die Kommunikation, den Wissensaustausch, die Sozialisation, Leistungsbewertung, Datensicherheit und mehr.

Die Lösung
Immer mehr Unternehmen entwickeln Richtlinien für die Mobilarbeit – somit entstehen auch Beispiele für Best Practices. Die Erfahrungen von Gitlab, Tata Consultancy Services, Zapier und anderen Unternehmen zeigen, wie die Risiken, die mit diesem Arbeitsmodell einhergehen, bewältigt werden können.

Ich wollte besser verstehen, wie Führungskräfte die Vorteile mobilen Arbeitens nutzen können, während sie gleichzeitig die damit einhergehenden Herausforderungen überwinden und negative Auswirkungen vermeiden. Dafür habe ich mehrere Unternehmen untersucht, die sich für Modelle entschieden haben, bei denen alle oder fast alle Mitarbeiter mobil arbeiten.

Dazu gehören unter anderen: das Patent- und Markenamt der Vereinigten Staaten (United States Patent and Trademark Office, USPTO) mit mehreren Tausend mobilen Mitarbeitern; die Rekrutierungsinitiative Tulsa Remote; das globale IT-Dienstleistungsunternehmen Tata Consultancy Services (TCS), welches angekündigt hat, bis 2025 zu 75 Prozent mobil aufgestellt sein zu wollen; Gitlab, das weltweit größte rein mobil arbeitende Unternehmen mit 1300 Angestellten; Zapier, ein Unternehmen, das Arbeitsabläufe automatisiert und dessen mehr als 300 Mitarbeiter in den Vereinigten Staaten sowie 23 weiteren Ländern alle bürounabhängig arbeiten; und Mobsquad, ein kanadisches Start-up-Unternehmen, das mobile Mitarbeiter einstellt und an amerikanische Unternehmen "verleiht".

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Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass eine wachsende Zahl an Führungskräften dafür offen ist, ihre Beschäftigten teilweise oder sogar vollständig mobil arbeiten zu lassen. Neben TCS haben Unternehmen wie Twitter , Facebook , Shopify, Siemens  und die indische Staatsbank SBI mitgeteilt, dass sie beabsichtigen, die Mobilarbeit als dauerhafte Lösung einzuführen – selbst nachdem ein Impfstoff gegen Covid-19 verfügbar geworden ist. Wenn auch Ihr Unternehmen derzeit überlegt, das mobile Arbeiten als dauerhaftes Arbeitsmodell einzuführen, kann Sie dieser Artikel bei der Entscheidungsfindung unterstützen.

Flexible Zusammenarbeit

In den vergangenen Jahren haben viele Unternehmen immer mehr Mitarbeitern erlaubt, von zu Hause aus zu arbeiten. Die Unternehmen, die ich untersucht habe, haben sich für eine größere geografische Flexibilität entschieden: Sie ermöglichen einigen, wenn nicht sogar allen Mitarbeitern, völlig losgelöst von einem festen Bürostandort mobil zu arbeiten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um neue oder langjährige Mitarbeiter handelt.

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