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Douglas-Chefin Tina Müller im Podcast-Gespräch "Wenn eine Frau als Chefin Stellen streicht, ist das abnormal"

Douglas-Chefin Tina Müller digitalisiert und modernisiert die Parfümeriekette in hohem Tempo. Das prägt ihr Image als harte, kühle Managerin. Als Frau fühle sie sich dabei oft an anderen Maßstäben gemessen.

Sie polarisiert und hat das Image der harten, kühlen Saniererin, spätestens seit sie die Parfümeriekette Douglas mit hohem Tempo umbaut und digitalisiert. Doch es ist auch ein Image, das Tina Müller gelegentlich nervt, weil sie sich als Frau an anderen Maßstäben gemessen fühlt als ihre männlichen Kollegen.

"Wenn der Commerzbank-Chef Stellen streicht, ist da ein Haken dran. Dann gilt er als durchsetzungsstark", sagt Müller, um ein Beispiel zu geben. "Wenn eine Frau das macht, ist das immer noch abnormal." Es werde einer Frau als besondere Härte ausgelegt, "weil man als Frau doch eigentlich gar nicht so hart sein kann." Solche unbewussten Vorurteile will sie hinterfragen.

Team A - Der ehrliche Führungspodcast

Astrid (Maier, Xing-Chefredakteurin) und Antonia (Götsch, Chefredakteurin des Harvard Business manager) - deshalb Team A - leiten seit Jahren Teams. Sie sprechen alle zwei Wochen mit Gästen aus Unternehmen und Universitäten offen über starke Führung und das, was Managerinnen und Manager umtreibt.

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Im Podcast "Team A" spricht Tina Müller offen über ihre Karriere und ihren Aufstieg – und welche Rolle es spielt, sich als Managerin ein Image aufzubauen, um erfolgreich sein zu können. Sie teilt, wie die von ihr lancierte Marketing-Kampagne "Umparken im Kopf" bei ihrem ehemaligen Arbeitgeber Opel ihr Image prägte und spricht offen über Fehler.

Erst im Dezember letzten Jahres sorgte Müller erneut für Schlagzeilen. Die Managerin wollte während des Lockdowns ein Viertel der Douglas-Filialen als Drogerien geöffnet lassen – und erntete dafür einen Shitstorm in sozialen Netzwerken. Die Aktion wurde selbst im Kanzleramt zum Thema.

"Zu dem Zeitpunkt war es die falsche Entscheidung", sagt Müller heute. "Die Fallzahlen stiegen wieder und es war gesellschaftlich nicht akzeptiert". Sie hatte Umsatz retten und verhindern wollen, dass weitere Kunden zu Drogeriekaufhäusern wie Müller abwanderten. Müller zählt zu den deutschen Managerinnen und Managern mit der größten Social-Media-Reichweite. Sie nutzte diese, um inmitten der Anfeindungen im Netz persönlich mit Kritikerinnen und Kritikern zu diskutieren. Sie legte ihre Beweggründe dar und sprach offen von einem Fehler.

"Mir war wichtig, mich nicht zu verstecken hinter dem Unternehmen, denn letztendlich trage ich die Verantwortung", sagt sie. Noch während sie kämpfte, die Gemüter wieder zu beruhigen, bekam sie einen Anruf aus dem Kanzleramt. Angela Merkel habe Verständnis für ihre Situation gezeigt, sagt Müller.

Was die Kanzlerin noch ausrichten ließ und welche Schritte Tina Müller jungen Managerinnen und Managern empfiehlt, um ein starkes Image aufzubauen, hören Sie im Podcast.

Im ehrlichen Führungspodcast Team A sprechen die Chefredakteurinnen Antonia Götsch (Harvard Business manager) und Astrid Maier (Xing News) alle zwei Wochen mit Managerinnen und Managern, Gästen aus der Wissenschaft und dem Sport über Führung, Strategie und Management. Team A erscheint vierzehntäglich hier sowie auf Spotify  und Apple .

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