Antonia Götsch

Newsletter Lead Forward Werdet Cheerleader!

Konkurrenz gehörte zur DNA meiner Branche, jahrzehntelang. Wer nicht für den eigenen Titel schrieb, war Gegner – oder irrelevant. In der vernetzten, globalen Wirtschaft geht diese Strategie nicht mehr auf. Selbst Superegos wie Jeff Bezos und Elon Musk haben erwogen zusammenzuarbeiten - weil es ohne Kooperation kaum noch geht.

Konkurrenz gehörte zur DNA meiner Branche, jahrzehntelang. Chefredakteure aus ein und demselben Verlag bestanden darauf, dass mehrere Stockwerke zwischen ihrer Redaktion und den Kollegen eines anderen Titels lagen: Man könnte ja voneinander abschreiben. Man jagte sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab, beschäftigte eigene Zusteller. Wer nicht für den eigenen Titel schrieb, war Gegner – oder irrelevant.

In der vernetzten, globalen Wirtschaft geht diese Strategie nicht mehr auf. Überlegen Sie kurz, was Sie tun, wenn Sie nicht den Harvard Business manager lesen. Blättern oder scrollen Sie durch die Artikel eines Konkurrenzmediums? Oder schreiben Sie stattdessen Kommentare auf Linkedin, schauen einen Film auf Netflix an, lernen online agile Führung auf Udacity? All diese unterschiedlichen Anbieter buhlen um Ihr Zeitbudget. Der Druck, den klassische Medien ausüben, fühlt sich für mich an wie ein Lüftchen, wenn ich ihn mit dem Orkan vergleiche, mit dem die großen Plattformen durch die Märkte fegen.

Wer heute erfolgreich sein will, braucht starke Verbündete, schreiben die Autorinnen und Autoren unseres Schwerpunkts. Selbst Superegos wie Jeff Bezos und Elon Musk haben erwogen, zusammenzuarbeiten. Wir leben im Zeitalter der Kooperation. Das fühlt sich komplex und unübersichtlich an – aber auch schön.

Lead Forward

Der wöchentliche Newsletter für erfolgreiche Führungskräfte

Antonia Götsch, Chefredakteurin des Harvard Business managers, teilt Wissen aus den besten Managementhochschulen der Welt und ihre eigenen Erfahrungen mit Ihnen. Einmal die Woche direkt in Ihr E-Mail-Postfach. 

Jetzt bestellen

Statt mich in meinem Stockwerk zu verschanzen, treffe ich mich alle sechs bis acht Wochen mit Kolleginnen von anderen Medien. Wir nehmen uns eine Stunde Zeit, sprechen offen über Pläne, Zahlen, Learnings. Mein Vertrauen wurde nie enttäuscht, und ich habe sowohl Wissen als auch Energie aus der Zusammenarbeit gezogen. Natürlich sind wir irgendwie auch Konkurrentinnen. Aber wir sind alle erfolgreicher, wenn wir uns wie Cheerleader verhalten.

Arbeiten Sie bereits mit vermeintlichen Konkurrenten zusammen? Was muss sich dafür ändern?

Wer tiefer in das Thema einsteigen will, findet hier Lesestoff und den aktuellsten Stand der Forschung:

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.