Antonia Götsch

Lead Forward Wie Greta und Michael für einen Kreativschub sorgten

Einfälle unter der Dusche sind nicht unbedingt die besten. Es gibt klügere Methoden, um Ideen auf die Sprünge zu helfen und sie zu strukturieren. Wir haben sie im Team getestet und sind auf neue Format-Ideen gestoßen.

Wie würde Greta Thunberg die letzte Seite des Harvard Business manager gestalten? Was wäre einem Management-Forscher wie Michael Porter bei dieser Frage wichtig? Und welche Aspekte würde Paw-Patrol-Hund Marshall dabei abwägen?

Als mein Team vor ein paar Tagen gemeinsam über ein neues Format für unser Heft nachdenken wollte, loste mein Kollege Lukas jedem und jeder einen mehr oder minder skurrilen Namen zu. Wir sollten uns in diese Person oder fiktive Figur hineinversetzen und aus ihrem Blickwinkel heraus neue Ideen entwickeln. Zuvor hatten wir bereits unsere eigenen Köpfe leergeschrieben – nun ging es um neue Impulse. Die Kreativmethode brachte uns in unserem Workshop auf ganz neue Einfälle und führte zu spannenden Diskussionen – etwa, ob wir dem Thema Nachhaltigkeit mehr Platz im Heft einräumen sollten. Wir überlegten auch, welche Formate bestimmte Persönlichkeiten und Generationen abholen würden.

Ich arbeite in einem Job, in dem sich Menschen per se für sehr kreativ halten. Mit den Jahren habe ich gelernt, dass die sprichwörtlichen Einfälle unter der Dusche nicht unbedingt die besten sind – auch, weil sie eben aus heiterem Himmel kommen und man nicht systematisch mit ihnen rechnen kann. Es gibt effektivere Methoden, um neuen Ideen auf die Sprünge zu helfen und diese dann zu strukturieren. Schließlich ist nichts frustrierender, als wenn Kreativsessions in den ewig gleichen Diskussionen enden und sich am Ende die Chefin brachial durchsetzt. Oder wenn wir Flipchart um Flipchart vollschreiben, danach aber nie etwas aus den Punkten wird.

Flipcharts haben auch wir in unserem Kreativworkshop vollgeschrieben. Im internen Ranking stehen bislang zwei Ideen ganz oben: Inspiriert von Greta Thunberg haben wir einerseits ein Format skizziert, in dem junge Menschen auf der ganzen Welt teilen sollen, wie sie ein spezifisches Management- oder Strategieproblem lösen würden. Zweitens haben wir viel über die Kluft zwischen Theorie und Praxis nachgedacht und wollen noch stärker aufspießen, was die Forschung empfiehlt und wie es im Alltag wirklich zugeht: ein lustiges Format über die Tücken des Führungsalltags, vielleicht sogar als Comic gezeichnet.

Welche Idee finden Sie besser? Oder haben Sie noch einen Wunsch, den Sie gerne umgesetzt sehen würden im Harvard Business manager?

Neue kreative Methoden: Wenn Sie Lust haben, weitere Methoden und Prinzipien für erfolgreiche Ideenfindung kennenzulernen, lade ich Sie herzlich ein zum kostenlosen Webinar meiner Kollegen von manage › forward ein. Dort beantwortet Simon Blake, Gründer der Berliner Innovationsberatung launchlabs, Ihre individuellen Fragen zu Kreativität und Innovation und verrät außerdem praktische Tipps, die uns bereits als Team nachhaltig beflügelt haben. Zum Reinschnuppern empfehle ich Ihnen auch den Email-Kurs "Kreativität für Unkreative", den Sie hier kostenlos abonnieren können.

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