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Deepa Gautam-Nigge über Zusammenarbeit Mit Partner geht es leichter

Deepa Gautam-Nigge bringt bei SAP etablierte Unternehmen mit den passenden Start-ups zusammen.
aus Harvard Business manager Spezial 1/2021
Foto: Dana Rösiger / SAP

Wie schaffen wir es, den Standort Deutschland in puncto Innovation nach vorn zu bringen? Diese Frage treibt mich um. Innovationen entstehen vor allem an den Schnittstellen diverser Netzwerke und sind Ergebnis anderer Modelle von Zusammenarbeit, als wir sie bisher kennen. Und das ist die Herausforderung: Kollaboration anders zu denken, um dadurch eine gesunde Innovationskultur zu schaffen.

Wir haben in Deutschland eigentlich alle relevanten Zutaten dafür: Wir können Spitzenforschung vorweisen und haben eine hoch spezialisierte Industrie. Damit könnten wir uns im Wettbewerb zwischen den USA mit seinen B2C-Plattformen und den planwirtschaftlich getriebenen Innovationen aus China gut behaupten. Doch es mangelt an systematischer Entwicklung ganzer Industrien und einer stabilen Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie darauf abgestimmten Finanzierungsinstrumenten.

Anstatt bei diesen Themen auf die Fortschritte der Politik zu warten, müssen wir als Führungskräfte in Unternehmen die Dinge selbst in die Hand nehmen. Wir brauchen dafür Mut, Neugier und Flexibilität, mit anderen Unternehmen oder Start-ups zusammenzuarbeiten, die vielleicht sogar Konkurrenten sind. Oder Partnerschaften einzugehen, die auf den ersten Blick vielleicht nicht schlüssig erscheinen, dafür aber eine langfristige Strategie verfolgen.

Für eine vergleichsweise junge Industrie wie die Softwareindustrie ist Co-Opetition eine von jeher stark ausgeprägte Form der Zusammenarbeit. Beispielsweise war SAP  früher einer der größten Vertriebspartner von Oracle-Datenbanken, gleichzeitig sind sie Konkurrenten bei den Enterprise Applications. Ein Netz von komplementären Partnerschaften ist der Schlüssel, um Wachstum und Erhalt eines Unternehmens zu sichern. So war es auch bei dem Start-up, das ich nach dem Studium mit aufgebaut habe. Die Zusammenarbeit dort war sehr agil, wertschätzend und ergebnisorientiert, was mich sehr geprägt hat.

Zusammenarbeit

Die Mehrheit aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weltweit erledigt den größten Teil ihrer Tätigkeit in Teams. Dabei kann Großes entstehen oder es scheitert an den kleinsten Dingen. Gutes Teamwork ist kein Selbstzweck, sondern ein fragiles Konstrukt, um das man sich kümmern muss.

Wir haben alles Wichtige für Sie zu diesem Thema zusammengestellt.

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Es ist am Ende eine Frage des Mindsets – wie schauen Menschen auf Zusammenarbeit, Synergien und Potenziale? Die Branchengrenzen verschwimmen immer mehr, und die Digitalisierung verändert nahezu alle unsere Lebensbereiche. Die Demokratisierung von Technologie sorgt für eine noch nie da gewesene Innovationsgeschwindigkeit ,und die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen geben dem Ganzen eine zusätzliche Komplexität. Gerade in reifen Industrien sind wir durch die aktuelle Marktdynamik aufgefordert, uns neu zu erfinden.

Spezial 2021

Die Kraft des Wir

Zusammenarbeit: Wie Teams gemeinsam Großes schaffen

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Dieser Artikel erschien im Spezial 2021 des Harvard Business manager.

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