Lukas Schürmann

Newsletter Lead Forward Wann haben Sie es sich zuletzt so richtig unbequem gemacht?

Je radikaler der Wandel, desto größer die Schmerzen - das gilt im Persönlichen wie auf Unternehmensebene. Warum es so wichtig ist, die Komfortzone zu verlassen und wie das gelingt.

Ich hatte im vergangenen Jahr einen recht unbequemen Sommer: Nachdem ich jahrelang in einer Nachrichtenredaktion gearbeitet hatte, bin ich im August 2020 zu manage › forward gewechselt, dem damals noch ziemlich neuen Kursprogramm der manager-Gruppe. Wo zuvor Schichtpläne und erprobte Routinen mir den Arbeitsalltag vorgaben, stellten sich morgens plötzlich ganz neue Fragen: Womit fange ich an? Was ist für das Projekt gerade wichtig? Was ist nur optional? Wen kann ich um Unterstützung bitten?

Einige Wochen lang war ich ziemlich verloren, landete – im Lernzonenmodell gesprochen – regelmäßig in der Panikzone. In der Situation selbst half auch wenig, dass ich ja eigentlich wusste, wie wichtig der Weg aus der Komfortzone für persönliches Wachstum ist.

Erst im Nachhinein habe ich die positiven Folgen unserer Lage erkannt: Weil Strukturen und Abläufe fehlten, haben wir im Team für uns passende Formen der Zusammenarbeit entwickelt; und haben im engen Austausch mit potenziellen Nutzerinnen und Nutzern herausgearbeitet, was uns als Produkt auszeichnen und einzigartig machen sollte.

Für den Veränderungsexperten Matthias Kolbusa ist der Diskomfort, den auch ich nach meinem Jobwechsel erlebte, ein zentrales Element erfolgreicher Change-Prozesse. Die maximale Unbequemheit mutet Kolbusa, der selbst regelmäßig an Trainingsprogrammen der US Navy Seals teilnimmt und dort Baumstämme aus der Meeresbrandung an Land schleppt, auch den Unternehmen zu, die er berät. Eines davon ist Thyssenkrupp Steel.

Am Mittwoch kommender Woche, 1. Dezember, ist Kolbusa um 18 Uhr gemeinsam mit Thyssenkrupp-Manager Christoph Martin zu Gast in unserer digitalen Talkrunde OPEN HOUSE. Zu ihrem Werkstattbericht aus einer Branche, die unter immensem Veränderungsdruck steht, möchten wir Sie herzlich einladen! Ich selbst werde hinter den Kulissen mit dabei sein, meine Kollegin Christina Kestel moderiert – und freut sich darauf, Ihre Fragen an die Gäste weiterzuleiten. Hier können Sie sich kostenlos anmelden.

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