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Karriere Besser kündigen

Manager zögern zu lange, Führungskräfte zu entlassen. Dabei ist der Schaden, den schlechte Mitarbeiter anrichten, deutlich größer als der Schock, den ihr Abgang auslöst. So treffen Sie die richtige Entscheidung.
aus Harvard Business manager Spezial 1/2020
Foto: erhui1979 / Getty Images

Von all den schwierigen Entscheidungen, vor denen Manager stehen, macht ihnen kaum etwas mehr zu schaffen, als jemanden aus dem eigenen Team entlassen zu müssen. Riskante Innovationen, Stellenabbau und größere Übernahmen lösen bei ihnen keine so großen Ängste aus wie der Rauswurf einer Führungskraft.

Ein Kunde, Geschäftsbereichsleiter bei einem großen Produktionsunternehmen, nennen wir ihn Kyle, schlug sich mit diesem Problem herum. Einer seiner stellvertretenden Vertriebsleiter hatte seine Quartalsziele schon zum dritten Mal in Folge verfehlt. Er hatte einen Coach zur Seite gestellt und zusätzliche Ressourcen zugewiesen bekommen, die ihm zum Erfolg verhelfen sollten. Aber er schaffte es immer noch nicht und verursachte damit eine hohe Fluktuation unter den Mitarbeitern. Seine Entlassung schien unausweichlich, aber Kyle quälte der Gedanke. "Ich will ihm noch eine weitere Chance geben", sagte er. "Ist es falsch, ihm jede Möglichkeit zu eröffnen, es doch noch zu schaffen?"

Kyle, der normalerweise keine Probleme hatte, schwierige Entscheidungen zu treffen, und eine der erfolgreichsten Abteilungen im Konzern leitete, steht damit nicht allein. Jemanden zu entlassen ist eine komplexe und von persönlichen Ängsten geprägte Entscheidung. Sie hinauszuzögern verschiebt das Unvermeidliche aber nur und schadet dem Unternehmen, weil ein leistungsschwacher Manager im Amt bleibt.

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In meiner Arbeit mit Topmanagern habe ich fünf Gründe ausgemacht, die der notwendigen Entscheidung im Weg stehen. Diese Verhaltensweisen früh zu erkennen und abzustellen kann Ihnen helfen, die Angst vor Entlassungen zu überwinden, und verhindern, dass das Unternehmen Schaden nimmt, weil Sie die Kündigung scheuen.

1. Falsche Nachwuchsförderung

Führungskräfte meinen es häufig nur gut und wollen ihren engsten Mitarbeitern zum Erfolg verhelfen. Ihnen wurde eingetrichtert, wie wichtig Coaching und Feedback sind. Aber wenn Ihre Erwartungen an einen Menschen größer sind als seine Fähigkeiten, tragen Sie unbeabsichtigt zu seinem Scheitern bei.

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