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Entscheidungshilfe

aus Harvard Business manager 4/2006

Ein häufig von Managern gehörter Ausspruch lautet: "Ich werde bezahlt, um Entscheidungen zu treffen." Ein schöner Satz, mit dem sich Führungskräfte sicher gern identifizieren. Steht er doch dafür, welch große Bedeutung dem oder der Einzelnen an der Spitze einer Gruppe, einer Abteilung oder eines Unternehmens zukommt. So schön diese Interpretation des Satzes fürs Ego ist; viele Führungskräfte werden jetzt vermutlich lautstark "Halt!" rufen. In der Tat betonen Manager häufig, dass gar nicht sie für den Erfolg des Unternehmens verantwortlich seien. Das größte Kapital seien schließlich die Mitarbeiter, und Entscheidungen würden - selbst auf höchster Ebene - natürlich nur im Team getroffen.

Was ist nun richtig? Klar ist, dass in unserer komplexen Welt gar nichts mehr einfach ist, schon gar nicht, die richtige Entscheidung zu treffen. Wenn Führungskräfte lernen müssen, mit Unsicherheit und Zweifel zu leben, geht es auch gar nicht mehr so sehr um Richtig oder Falsch, sondern eher darum, ob Entscheidungen angemessen sind.

Wir haben das vorliegende Spezial daher "Klug entscheiden" genannt. Mit den drei Teilen "Chancen erkennen", "Alternativen bewerten" und "Fakten schaffen" wollen wir Ihnen zeigen, worauf es ankommt bei der Kernaufgabe jeder Führungskraft. Sie erhalten einen Überblick über die Geschichte des Entscheidens und bekommen Einblicke in aktuelle Forschung, die Ihnen erklärt, wie Entscheidungen überhaupt getroffen werden. Sie erfahren, warum Sie sich stärker an erprobtem Wissen orientieren sollten, und lernen, wie sich aus all den im Unternehmen vorhandenen Daten eine gute Entscheidungsgrundlage erarbeiten lässt. Schließlich erkennen Sie, in welcher Hinsicht die Person an der Spitze doch eine entscheidende Rolle spielt: für die Zusammenarbeit, den Prozess der Entscheidungsfindung und das nachhaltige Verfolgen des eingeschlagenen Weges.

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