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Einführung

aus Harvard Business manager 4/2003

eit der Industrialisierung versuchen Wissenschaftler herauszufinden, welche Faktoren die Motivation am Arbeitsplatz beeinflussen. Generationen von Forschern haben Arbeitnehmer befragt, Resultate interpretiert und diese in tragfähige Managementkonzepte übersetzt. Manche Ideen und Ansätze haben bis heute nichts von ihrer Gültigkeit verloren. Drei dieser mittlerweile klassischen Beiträge zum Thema Motivation präsentieren wir Ihnen auf den folgenden Seiten.

Der Managementprofessor und Psychologe Frederick Herzberg zeigte im Jahr 1968, dass Führungskräfte nur wenig Einfluss darauf haben, wie motiviert ihre Mitarbeiter sind. Sie können demotivieren - etwa durch zu schlechte Bezahlung. Eine prall gefüllte Lohntüte am Ende des Monats katapultiert das Engagement der Belegschaft deshalb aber noch lange nicht in die Höhe. Dazu ist eher eine interessante, fordernde Aufgabe geeignet, so Herzbergs Schlussfolgerung.

J. Sterling Livingston forderte 1969, den Managementnachwuchs mit größter Sorgfalt zu behandeln. Er beschreibt, welche Auswirkungen es auf die Karriere von aussichtsreichen Berufsanfängern haben kann, wenn Vorgesetzte von ihnen zu viel oder zu wenig erwarten. Hierbei zieht er Erkenntnisse aus den Erziehungswissenschaften heran und überträgt sie auf die Ausbildung von Nachwuchsmanagern.

Bei unserem dritten Klassiker aus dem Jahr 1976 von David McClelland und David Burnham steht die Führungskraft im Mittelpunkt. Manager müssen selbst erst einmal richtig motiviert sein, um andere bei der Arbeit inspirieren zu können. Nur die passende Kombination von Eigenschaften wie Machtstreben oder Leistungsorientierung befähigt nach Ansicht der Autoren langfristig zu guter, motivierender Führung. Die heute florierende Coachingbranche dürfte McClelland und Burnham dankbar sein: Der Artikel führte Managern bereits vor 27 Jahren vor Augen, wann und wie sie ihren Führungsstil verändern sollten.

© 2003 Harvard Businessmanager

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