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Dynamik und Wachstum

Ein Rezept gegen die deutsche Reformmüdigkeit.
aus Harvard Business manager 11/2004

Ein düsteres Bild der ökonomischen Situation in Deutschland zeichnen Thomas Straubhaar und Yvonne Heininger vom Hamburger Weltwirtschaftsarchiv in einem gemeinsam mit der Avenir Suisse, einem Schweizer Thinktank für gesellschaftliche Fragen, verfassten Band. Die Analyse beginnt in den 70er Jahren. Zu dieser Zeit galt Deutschland noch als Jobmaschine. Doch danach, so beschreiben die Autoren, ging es schleichend bergab. Das Buch hilft zu verstehen, wie sich die Akteure in die aktuelle Lage manövrieren konnten.

Mit Schwarzmalerei allein lassen es die Autoren aber nicht bewenden. Sie beschreiben sechs konkrete Schritte, die Deutschland helfen sollen, wieder auf die Füße zu kommen. Allen voran die Forderung, ein Bewusstsein zu schaffen, das die Menschen dazu bringt, eine unbequeme Reform dem Status quo vorzuziehen. Interessant ist die Forderung nach einem Schumpeterschen Politiker, der "im Streben nach persönlichem Erfolg nach neuen Monopolstellungen suchen und so der Politik wieder zu Dynamik und Wachstum verhelfen" soll.

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Heininger, Yvonne; Straubhaar, Thomas

Ökonomik der Reform

Orell Füssli, Zürich 2004, 160 Seiten, 24 Euro

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