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Onlinehandel Die 5 größten Fehler beim Check-out

Sie sind zu kompliziert, schrecken Userinnen und User ab und verhindern die Chance auf mehr Umsatz: Die Bezahlfunktionen deutscher E-Commerce-Websites haben viele Mängel, wie eine Studie zeigt.
aus Harvard Business manager 1/2023
Das will ich haben: Viele Käufer Kunden brechen noch vor dem Bezahlvorgang ab, weil Websites Fehler machen

Das will ich haben: Viele Käufer Kunden brechen noch vor dem Bezahlvorgang ab, weil Websites Fehler machen

Foto: Sean Gladwell / Getty Images

Onlineshopper sind ungeduldig. Dauert ein Bezahlvorgang im Internet länger als drei Minuten, brechen 49 Prozent der deutschen Userinnen und User diesen ab. Das Problem: Der durchschnittliche Check-out dauert hierzulande 3,6 Minuten, zu lange also für viele Kaufende. So geht Unternehmen Umsatz verloren.

Ohnehin weisen fast alle Shoppingwebsites umsatzverhindernde Mängel beim Bezahlen auf, hat die Finanzinfrastrukturplattform Stripe in einer Analyse  der 100 größten deutschen E-Commerce-Websites herausgefunden. Die folgenden fünf Fehler machen die Betreiber deutscher Websites am häufigsten:

  • Keine Kontaktaufnahme mit Kunden, die Artikel im Warenkorb gelassen haben (99 Prozent).

  • Kein Upselling/Angebot von höherwertigen Versionen beim Check-out (89 Prozent).

  • Kein Cross-Selling/Angebot von verwandten Produkten beim Check-out (64 Prozent).

  • Keine Sicherheitslogos wie Mastercard Secure Code oder Verified by Visa auf der Check-out-Seite (57 Prozent).

  • Keine Warnung an Kunden, die mit einer abgelaufenen Karte bezahlen wollen (54 Prozent).

Bei einer ergänzenden Umfrage unter 100 Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland zeigte sich: Nicht nur die Sicherheit des Bezahlvorgangs ist Shoppern wichtig, sondern auch, dass ihre bevorzugte Zahlungsmethode verfügbar ist. Ansonsten würden 82 Prozent den Kauf abbrechen. Aber auch eine verpasste Gelegenheit, Umsatz zu machen, wertet die Studie als Mangel. Dazu gehört beispielsweise das Angebot eines One-Click-Check-out. Ist dieser vorhanden, würden 84 Prozent der Befragten den Kauf mit höherer Wahrscheinlichkeit abschließen. Auch "Jetzt kaufen, später zahlen"-Optionen können den Umsatz steigern.

"Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sollten Unternehmen darauf bedacht sein, die letzte Station vor dem Kaufabschluss so einfach wie möglich zu gestalten", sagt Marcos Raiser do Ó, der bei Stripe für den deutschsprachigen Raum verantwortlich ist. Doch nach wie vor gebe es auf fast allen E-Commerce-Websites grundlegende Fehler, die bewirkten, dass Kunden abspringen.

Quelle: "Eine Bestandsaufnahme der Bezahlvorgänge in Deutschland 2022", Stripe, Oktober 2022

Ausgabe Januar 2023

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