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Digitalisierung Wie Unternehmen KI richtig nutzen

In vielen Unternehmen wird mit künstlicher Intelligenz experimentiert, aber nur die wenigsten bringen es wirklich zur Einführung in der Breite. Das Problem: Der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung liegt nicht in der Technologie, sondern in der Unternehmenskultur.
aus Harvard Business manager 12/2019
Leonardo Ulian lötet elektronische Komponen-ten in unterschiedlichen Formen und Farben zusammen und schafft so geometrische Formen, die an traditionelle spirituelle Mandalas erinnern.

Leonardo Ulian lötet elektronische Komponen-ten in unterschiedlichen Formen und Farben zusammen und schafft so geometrische Formen, die an traditionelle spirituelle Mandalas erinnern.

Foto: Leonardo Ulian

Künstliche Intelligenz verändert Unternehmen von Grund auf – wenn auch nicht in dem atemberaubenden Tempo, wie viele glauben. Es stimmt zwar: Die künstliche Intelligenz (KI) hat inzwischen in allen Bereichen – von der Getreideernte bis hin zur Kreditvergabe – maßgeblichen Einfluss auf Entscheidungen, und einstige Luftschlösser, wie die kühne Vision eines vollautomatisierten Kundenservices, scheinen bereits heute machbar.

Die Technologien, die den Einsatz künstlicher Intelligenz möglich machen, etwa Entwicklungsplattformen und gewaltige Rechenleistung oder Datenspeicherung, entwickeln sich rasant und werden immer erschwinglicher. Es scheint an der Zeit, dass Unternehmen KI gewinnbringend nutzen. Tatsächlich gehen wir davon aus, dass die Technologien innerhalb der nächsten zehn Jahre in der globalen Wirtschaft für einen Zuwachs von 13 Billionen US-Dollar sorgen werden.

Doch allen Verheißungen zum Trotz greift das Engagement hier in vielen Unternehmen immer noch zu kurz. Wir haben Tausende Führungskräfte dazu befragt, wie in ihren Unternehmen KI und moderne Analytics genutzt werden und wie man sich darauf vorbereitet. Die Daten, die wir erhielten, zeigen, dass nur 8 Prozent der Unternehmen wesentliche Maßnahmen umsetzen, die zu einer weitreichenden Einführung führen. Die meisten Unternehmen haben lediglich sporadisch Pilotprojekte gestartet oder verwenden KI nur für einen einzigen Geschäftsprozess.

Kompakt

Viele Unternehmen schaffen es nicht, ihre KI-Initiativen zu skalieren. Das liegt daran, dass nur 8 Prozent der Unternehmen sich um die zentralen Verfahren kümmern, die eine weitreichende Akzeptanz fördern.

Woran liegt es, dass der Fortschritt hier so schleppend ist? Auf der obersten Ebene zeigt dies, dass es nicht gelingt, das Unternehmen neu zu verdrahten. In unseren Umfragen und bei der Arbeit mit Hunderten von Klienten wurde deutlich, dass den KI-Initiativen erhebliche kulturelle und organisatorische Hindernisse entgegenstehen. Doch wir haben auch festgestellt, dass Führungskräfte, die von Anfang an Schritte unternehmen, um diese Barrieren aus dem Weg zu räumen, effektiv die Chancen der KI nutzen können.

Den Wandel vollziehen

Immer wieder machen Führungskräfte den entscheidenden Fehler, künstliche Intelligenz als eine Plug-and-Play-Technologie zu betrachten, die sofort Ergebnisse bringt. Haben sie sich einmal entschlossen, einzelne Projekte einzurichten und an den Start zu bringen, fangen sie auch gleich an, Millionen in Dateninfrastrukturen, KI-Softwaretools, Datenexpertise und Modellentwicklungen zu investieren. Einigen Pilotprojekten gelingt es, minimale Gewinne abzuwerfen und in die Kassen der Unternehmen zu spülen. Doch dann vergehen Monate oder sogar Jahre, und die großen Gewinne, die die Entscheider erwartet haben, bleiben aus. Unternehmen haben Schwierigkeiten, von den Pilotprojekten zu unternehmensweiten Programmen überzugehen, etwa vom Fokus auf einzelne Geschäftsprobleme, wie verbesserte Kundensegmentierung, zu den großen Aufgaben, wie das Optimieren der gesamten Customer Journey.

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Oftmals denken Entscheider auch zu kurz, wenn es um die Voraussetzungen für KI geht. Natürlich werden neueste Technologie und Fachwissen gebraucht, aber ebenso wichtig ist es, die Unternehmenskultur, -struktur und -organisation anzupassen, um eine breite Akzeptanz zu fördern. In den meisten Unternehmen aber, die nicht von Haus aus digital sind, stehen eingefahrene Denkmuster und Arbeitsweisen den Voraussetzungen für den Einsatz künstlicher Intelligenz entgegen. Um die KI auszubauen, müssen Unternehmen drei Veränderungen vornehmen:

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