Zur Ausgabe
Artikel 9 / 18
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Konzerne können sich entweder für strategische Planung, strategische Kontrolle oder Finanzkontrolle entscheiden Die Wahl des strategischen Führungsstils

Welches Unternehmen möchte nicht gern zur gleichen Zeit seine Umsätze steigern und hohe Gewinne einfahren, auf Marktveränderungen sofort reagieren und doch alle Entscheidungen sorgsam abwägen, die Geschäftseinheiten in enger Kooperation agieren sehen, aber deren Managern die Verantwortung überlassen? Doch diese Ziele stehen miteinander im Widerspruch und können deshalb nicht gleichzeitig erreicht werden, gleichgültig, welche Strategie beschlossen wurde. Was also muß geschehen? Das Management an der Konzernspitze muß wählen, welchen Zielen Vorrang eingeräumt und welcher strategische Führungsstil angewandt werden soll, um diese Ziele zu erreichen. Steht der Ausbau der Geschäfte obenan, dann wird die Zentrale selbst die Strategie entwerfen müssen, auch auf die Gefahr hin, daß die Manager auf der Geschäftsbereichsebene Motivation verlieren. Wird hingegen den finanziellen Ergebnissen Priorität zuerkannt, dann sollten die Bereichsmanager die Strategie bestimmen und eine nur lose Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Konzernteilen hinnehmen. Möchte ein Unternehmen jedoch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wachstum und hohen Erträgen anstreben, dann sollte es mit einer Reihe interner Reibungslinien rechnen. Letztlich aber hängt das Ergebnis immer davon ab, ob ein Unternehmen seine Stärken und Absichten gut genug kennt, um den strategischen Kurs zu wählen, der sie optimal zur Geltung bringt.
aus Harvard Business manager 3/1988
Michael Goold
Mehr lesen über
Zur Ausgabe
Artikel 9 / 18
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel