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Unternehmerisches Handeln ist eine kontinuierliche Gemeinschaftsleistung Die Mär vom Entrepreneur

Im Gründerboom der vergangenen Jahre feierte eine Gestalt Auferstehung, die ins 19. Jahrhundert zu gehören schien: der geniale Tüftler und Wagehals, der mit seinen Erfindungen ein junges dynamisches Unternehmen aufbaut und dabei auch noch eine neue Branche ins Leben ruft. Tatkräftige Leute, die ihre zukunftsweisenden Visionen mit Bienenfleiß, unerschütterlicher Beharrlichkeit und natürlich einem Quentchen Glück in handfeste Erfolge verwandeln, sind, so ist allerorten zu hören, die Garanten für eine prosperierende Wirtschaft. Doch das ist nur die halbe Wahrheit: Große Ideen können schnell von fixen Konkurrenten kopiert werden; radikale Durchbrüche bringen wenig, wenn die Novitäten nicht unaufhörlich verbessert und modifiziert werden. Doch das verlangt unternehmerisches Denken und Handeln im ganzen Betrieb. Kreativität und Phantasie sind nicht nur an der Spitze gefragt. Alle Mitarbeiter, vom Maschinisten über den Verkäufer bis zum Konstruktionsleiter, müssen Tag für Tag mit Tausenden von kleinen Neuerungen dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens zu sichern und auszubauen.
aus Harvard Business manager 1/1988
Robert B. Reich
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