Zur Ausgabe
Artikel 1 / 26
Nächster Artikel

Die internationale Karriere

aus Harvard Business manager 6/2010

Früher waren sie meist die Paradiesvögel in den Unternehmen: Ingenieure, Vertriebsleute und Mittelmanager, die von ihrer Firma in ferne Länder entsandt wurden. Als sogenannte Expatriates lebten sie in Singapur, Hongkong oder Buenos Aires, entwickelten Produkte oder leiteten die örtlichen Dependencen. Oft schlossen sich an die erste weitere Stationen in der Fremde an. Die Rückkehr war nicht fest eingeplant, eine spätere Karriere in der Zentrale eher unwahrscheinlich.

Heute wird niemand mehr ohne Auslandserfahrung Topmanager. Zumindest eine kurze Station bei der Tochtergesellschaft in Osteuropa oder Übersee gehört zum Pflichtprogramm. Daneben entwickelt sich aber immer stärker eine Elite wirklich globaler Manager. Sie denken international, sie führen flexibel, und sie haben es gelernt, ihre Vorhaben in den verschiedensten Kulturen umzusetzen.

In unserem Schwerpunkt "Der globale Manager" beschäftigen sich unsere Autoren mit dieser modernen Karriere (ab Seite 23). Testen Sie, ob Sie die richtigen Fähigkeiten und Eigenschaften für eine internationale Führungskraft haben. Lernen Sie ein wirklich globales Unternehmen kennen, den Haushaltsmittelkonzern Reckitt Benckiser, bei dem man das Wort Heimatstandort gar nicht mehr kennt. Und erfahren Sie, wie eine internationale Laufbahn beim Münchener Weltkonzern Siemens aussieht.

Ein wahrhaft globaler Denker war C. K. Prahalad. Der Inder mit Harvard-MBA war Business-School-Professor und Unternehmensberater. "Kernkompetenzen", "Die Armen der Welt als Kunden" und "Nachhaltiges Wirtschaften" waren drei seiner großen Themen. Mit nur 68 Jahren starb Prahalad am 16. April 2010. Seine letzte Kolumne für uns lesen Sie auf Seite 20.

Zur Ausgabe
Artikel 1 / 26
Nächster Artikel