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Personalentwicklung bei BMW: Systematisches Einbeziehen von Macht in die Managementfortbildung Die Führungskraft als Spielmacher

So unerfreulich es sein mag: Niemand sollte die Augen vor der Tatsache verschließen, daß Macht ein normales Phänomen in unseren Betrieben ist. Unternehmen sind nicht nur wirtschaftliche Aktionszentren, wie dies ein berühmter Betriebswirt definiert hat, sondern der Schauplatz zahlloser Intrigen, Ränkespiele und Interessenkonflikte, die nicht selten mit harten Bandagen ausgetragen werden. Führungskräfte müssen daher lernen, Macht effektiv, umsichtig und verantwortungsvoll einzusetzen. BMW hat sich dieser Herausforderung gestellt und im innerbetrieblichen Managementtraining einen Kollegbaustein aufgenommen, in dem Führungskräfte aller Ebenen den rationalen Umgang mit Machtspielen lernen. Die Autoren, maßgeblich an der Konzeption des BMW- Führungstrainings beteiligt, skizzieren eingangs die ethischen Prinzipien, Führungsrollen und Handlungsmaximen, die der bayrische Autohersteller für seine gesamte Führungsmannschaft verbindlich festgelegt hat. Darauf aufbauend setzen sie sich mit der Bedeutung von Macht im Führungsprozeß auseinander und beschreiben das Trainingsdesign des Kollegbausteins "Die Führungskraft als Spielmacher". Die Autoren plädieren mit der Forderung, das Thema "Macht" stärker in die Personalentwicklung einzubeziehen, keineswegs für skrupellosen Machiavellismus: Macht muß stets, so die Maß- und Verantwortungsethik von BMW, mit den richtigen Mitteln maßvoll für die richtigen Ziele eingesetzt werden.
aus Harvard Business manager 3/1987
Eberhard K. Hohl, Theo Knicker
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