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Auf umkämpften Käufermärkten bringt gezieltes Qualitätsmanagement neue Chancen im Wettbewerb Die acht Dimensionen der Produktqualität

und Wettbewerbsstärken ihrer Unternehmen liegen. Nur so werden sie die Qualitätsnische finden, in der sich mit Erfolg konkurrieren läßt. Ohnehin verbieten die Kosten, einen Qualitätswettbewerb in allen Dimensionen zu führen. So wäre es falsch, den Branchenführer auf dessen eigenem Feld herauszufordern oder Kunden mit Produktausstattungen zu kommen, die diese gar nicht wünschen. Der schlimmste Mißgriff von allen aber wäre: Bei den unternehmensstrategischen Überlegungen zu übersehen, daß die Kunden inzwischen ein feines Gespür für Qualität besitzen. Wer Käufer wirklich zufriedenstellen will, muß mehr tun, als nur fehlerfreie Produkte auf den Markt bringen und spätere Reklamationen vermeiden. Doch die in den USA verbreiteten Programme zur Qualitätssicherung - wie etwa Total Quality Control (TQC), Technische Zuverlässigkeit oder Null- Fehler-Konzept - betonen allesamt defensive Maßnahmen: Vor allem sollen Produktmängel vermieden werden. Dieser Denkansatz genügt heute nicht mehr, jedenfalls für den nicht, der aktives Qualitätsmanagement betreiben will. Denn die Abnehmer beurteilen Produkte nach ganz verschiedenen Qualitätsdimensionen: Gebrauchsnutzen, Ausstattung, Zuverlässigkeit, Normgerechtigkeit, Haltbarkeit, Kundendienst, Ästhetik, Image. Bevor sie sich für bestimmte qualitätspolitische Maßnahmen entscheiden, müssen Manager daher sorgfältig erkunden, wo die potentiellen Märkte
aus Harvard Business manager 3/1988
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