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Entwicklungsstrategien müssen immer wieder individuell definiert werden Der Königsweg zum neuen Produkt

Was nützt es, wenn Sie rechtzeitig am Markt sind - aber mit dem falschen Produkt. Oder wenn Probleme mit der Herstellungstechnik Sie unversehends in riesige Budgetüberschreitungen stürzen? Das passiert immer wieder, weil Manager in Forschung und Entwicklung trotz unterschiedlicher Ausgangslage am liebsten auf die stets gleiche, vermeintlich wohlerprobte Weise vorgehen. Sie ordnen Projekte stets denselben Fachabteilungen zu, treffen dieselben Vereinbarungen mit Zulieferern, betreiben dieselbe Art von Marktforschung und nutzen dieselben Steuerungsmethoden - selbstverständlich alles nur, um bisherige Erfahrungen zu nutzen. Sie ignorieren dabei jedoch, daß jede Produktentwicklung ein Einzelfall ist, geprägt von ganz spezifischen Unsicherheiten in bezug auf Kundenpräferenzen, Wettbewerbsposition, Technologie-Erfordernisse, Aufwand an Mitteln und unternehmenseigenen Fähigkeiten. Um also - womöglich verhängnisvolle - Fehler zu vermeiden, sollten F + E-Manager zwischen zwei konträr wirkenden Schlüsselvariablen abwägen: den Opportunitätskosten infolge des Verpassens einer rasch veränderlichen Marktchance und dem Risiko, in einem zunächst wenig verstandenen Markt mit einem falschen oder nicht volltauglichen Produkt anzutreten.
aus Harvard Business manager 3/1989
Edward G. Krubasik
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