Executive Summary Das Ende der Büros

Eine neue Ära bricht an: Das Homeoffice wird zur Normalität, unsere Arbeitswelt verändert sich drastisch. Wie Unternehmen Arbeitsplätze künftig gestalten müssen. Der aktuelle Harvard Business manager im Überblick.

Illustration: Patrick Mariathasan für Harvard Business Manager

Schwer­punkt Büro der Zukunft

Bereits in den Jahren vor dem Corona-Ausbruch hat sich die Arbeitswelt verändert. Offene, flexible Büros, Coworking-Spaces, mobiles Arbeiten - all das gab es längst. Die Krise hat die Entwicklung beschleunigt. Unternehmen müssen Modelle finden, die der neuen Arbeitswelt gerecht werden. So wird es in Zukunft normal sein, räumlich voneinander getrennt zu arbeiten. Mitarbeiter werden nur noch ins Büro kommen, wenn sie dort beste Voraussetzungen für Einzel- und Gruppenarbeit sowie für Inspiration vorfinden. Büros müssen dafür flexibler und digitaler werden. Sie müssen Mitarbeitern auch mehr Möglichkeiten zum konzentrierten Arbeiten geben. Dabei könnten auch kognitive Arbeitsplätze eine Rolle spielen, bei denen sich Temperatur, Beleuchtung und Duft an die Aufgabenstellung anpassen.

Das Homeoffice ist eine Sache des Typs : Integrierer kommen gut damit klar, wenn sich Arbeit und Familie vermischen; Segmentierer brauchen klare Grenzen. Beide müssen unterschiedliche Strategien verfolgen, um produktiv arbeiten zu können. Zwei Dimensionen sind entscheidend: wie jemand seine Zeit plant und wie er den Raum nutzt, der ihm zur Verfügung steht. Führungskräfte müssen ihre Mitarbeiter unterstützen, individuelle Lösungen zu finden.

Bürogebäude begünstigen oft die Ausbreitung von Krankheiten. Mit fünf Arten von Maßnahmen können Unternehmen gegensteuern: Gefährdung beseitigen, Tätigkeiten ersetzen, Räume umbauen, Zeitplanung anpassen und Schutzkleidung tragen. Sie sind unterschiedlich effektiv und mit unterschiedlich hohen Kosten verbunden. Joseph G. Allen und John D. Macomber über "Gesunde Gebäude" .

Großraumbüros sollen die Zusammenarbeit fördern. Oft geschieht das Gegenteil: Mitarbeiter sprechen weniger miteinander, und die Produktivität sinkt. Experimente und neue Technologien helfen herauszufinden, in welcher Arbeitsumgebung welche Gruppen am besten zusammenarbeiten. Ethan Bernstein und Ben Waber berichten über ihre aktuelle Forschung in "Sprich mich nicht an!" .

Was passiert am Mietmarkt? Wie werden sich Städte verändern? Und welche Auswirkungen hat die Arbeit im Homeoffice auf unsere Psyche? Wie lassen sechs Expertinnen und Experten zur Zukunft der Arbeit zu Wort kommen.

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