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Podcast Team A Wie Sie erkennen, dass New Work nur ein Buzzword ist

Unternehmen locken Talente mit Sabbaticals, Workations oder Teilzeit. Diese Warnzeichen zeigen, ob sich dahinter doch nur Kontrollzwang und starre Hierarchien verstecken.

New Work – das bietet heute gefühlt jedes Unternehmen. Gerade jetzt wird Employer Branding für viele Unternehmen zur Überlebensfrage, weil trotz aufziehender Rezession über alle Branchen hinweg Fachkräfte fehlen. Auf den Karrierewebseiten der Unternehmen werden Sabbaticals, flexible Arbeitszeiten, Obst, Bürohunde und Firmenfeiern gepriesen.

Doch durch einen Korb Äpfel im Büro wird Arbeit weder "new" noch besser. "New Work ist eine neuartige Definition von Arbeit und nicht Marketing-Köder in Zeiten von knappen Fachkräften", sagt Ingo Hamm, Professor für Wirtschaftspsychologie, in der neuen Podcastfolge von Team A.

Team A - Der ehrliche Führungspodcast

Astrid (Maier, Xing-Chefredakteurin) und Antonia (Götsch, Chefredakteurin des Harvard Business manager) - deshalb Team A - leiten seit Jahren Teams. Sie sprechen alle zwei Wochen mit Gästen aus Unternehmen und Universitäten offen über starke Führung und das, was Managerinnen und Manager umtreibt.

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Studien bestätigen , dass seit Ausbruch der Corona-Pandemie ein Riss durch die Unternehmenslandschaft geht. Der Personaldienstleister Hays hatte im Jahr 2020 rund 10.000 Wissensarbeiter befragt, wie sich die Kultur im eigenen Hause verändere. 38 Prozent der Führungskräfte sagten, eine Vertrauenskultur habe sich etabliert. 30 Prozent erlebten dagegen ein stärker ausgebautes Anreiz- und Kontrollsystem.

Im Podcast Team A erklärt Hamm, wie sich erkennen lässt, dass New Work nur ein Buzzword ist. Zwei Beispiele:

  • Arbeitszeiten: Im Unternehmen werden Work-Life-Balance und Achtsamkeit gepredigt, jeder Burn-out-Fall wird mit Entsetzen kommentiert – und dennoch kennt die Arbeitszeit zumindest im elektronischen Postfach keine Grenzen. Die Chefin schickt nachts um drei Mails, der Kollege meldet sich Samstagmittag. Unausgesprochen erwarten alle, dass man schnellstmöglich reagiert.

  • Bei Videokonferenzen bleiben die Kameras und Mikros der Kolleginnen und Kollegen immer häufiger ausgeschaltet. Die Chefin lässt lieber die Kamera aus und wenn sie doch mal an ist, dann trägt sie Jogginghose und Schlabbershirt. Gegen gemütlichere Kleidung sei nichts einzuwenden, sagt Hamm. Aber schwarze Kacheln, allzu legere Kleidung oder Bildschirmnamen wie "Engelchen ;-)" könnten auf nachlassende Professionalität deuten - und das habe nichts mit New Work zu tun.

Warum New Work sich auch nicht an agilen Prozessen oder digitalen Werkzeugen abmessen lässt und welche weiteren Warnzeichen es gibt, teilt Hamm im Podcast. Zudem gibt der Wirtschaftspsychologe Tipps und Anregungen, wie man sich zum Beispiel in hybriden Unternehmen eigenverantwortlich und respektvoll verhält.

Im ehrlichen Führungspodcast Team A sprechen die Chefredakteurinnen Antonia Götsch (Harvard Business manager) und Astrid Maier (Xing News) alle zwei Wochen mit Managerinnen und Managern, Gästen aus der Wissenschaft und dem Sport über Führung, Strategie und Management. Team A erscheint vierzehntäglich hier sowie auf Spotify   und Apple  im Podcast

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