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Alchimie und Schach

aus Harvard Business manager 7/2005

Sind Sie ein Macher?", werden Topmanager oft gefragt, wenn sie davor stehen, an die Spitze eines Unternehmens zu rücken. Wohl kaum jemand antwortet darauf mit "Nein". Suggeriert der Begriff doch, dass der so Bezeichnete motivieren kann, Teams erfolgreich leitet und in der Lage ist, Strategien rasch umzusetzen. Das stimmt auch alles. Und dennoch stufen David Rooke und William Torbert diesen Managertyp eher im Mittelfeld ein.

Auf der Basis umfangreicher Befragungen und Untersuchungen haben Berater Rooke und Managementprofessor Torbert eine Typologie entwickelt, mit deren Hilfe sich Führungskräfte sieben Kategorien zuordnen lassen: Opportunist, Diplomat, Experte, Macher, Individualist, Stratege und Alchimist. Stärken und Schwächen dieser Typen unterscheiden sich deutlich. Als wirklich geeignet, dauerhaft Innovationen hervorzubringen und Unternehmen erfolgreich zu erneuern, sehen Rooke und Torbert einzig die drei letztgenannten an. Zu diesen zählen sie aber nur 15 Prozent aller Führungskräfte. Doch die Autoren machen Hoffnung: Zwar wird niemand als guter Manager geboren. Wer aber in der Lage ist, sein eigenes Handeln zu reflektieren, und erkennt, was für ein Typ er ist, kann sich entwickeln. Rooke und Torbert erläutern anhand von Beispielen, wie Manager es schaffen, sich sogar in einen Alchimisten zu verwandeln. Dann haben die Führungskräfte, wenn ihnen die Macher-Frage gestellt wird, vielleicht eine bessere Antwort parat. Unsere Titelgeschichte beginnt auf Seite 18.

Ein ganz besonderer Typ ist auch Schachgroßmeister Garri Kasparow, der zwei Jahrzehnte lang die Weltspitze in seinem Sport dominierte. In unserem Interview erzählt Kasparow, warum Glück mit seinen Feinden haben muss, wer wirklich erfolgreich sein will, und wie wichtig es im Zweikampf ist, das Ego des Gegners zu zerschmettern (ab Seite 114).

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