Brennstoffzellen-Auto Toyota Mirai Das ist Toyotas Mirai

Er tankt Wasserstoff und stößt nur Wasser aus: Mit dem "Mirai" will Toyota in die Zukunft dampfen - und verkauft das Auto nun auch in Deutschland. Wie Toyotas Antriebs-Hoffnung aussieht, was das Auto von herkömmlichen Fahrzeugen unterscheidet - und wo es noch hakt.
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Scharfe Kanten, schmale Scheinwerfer: Von vorne sieht Toyotas Brennstoffzellenauto Mirai schon ziemlich futuristisch aus. Kein Wunder, bedeutet sein Name doch auf japanisch "Zukunft".

Foto: Toyota
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Die riesigen Luftöffnungen vorne sehen nicht nur martialisch aus, sie haben auch gute Gründe: Die Niedrigtemperatur-Brennstoffzelle im Motorraum wandelt Sauerstoff in elektrische Energie um - und braucht doppelt so viel Kühlluft wie ein konventioneller Antrieb. Denn die Betriebstemperatur des Aggregats darf nicht höher steigen als etwa 80 Grad Celsius.

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Selbst von hinten bietet der Mirai noch ein paar Knicke als Anblick. Der hochgezogene Kofferraumdeckel hat aber auch technische Gründe. Denn die beiden Wasserstofftanks des Autos, die 5 Kilogramm Wasserstoff speichern können, befinden sich über der Hinterachse und unterhalb der Rücksitzlehne.

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Knapp 4,90 Meter ist das Auto lang, der von der Brennstoffzelle mit Strom versorgte Elektromotor leistet 155 PS. Toyota verlangt 78.540 Euro oder eine Leasingrate von 1219 Euro für den Mirai - diesen Preis können und sollen nur wohlhabende Pioniere zahlen.

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Mit 700 bar wird der Wasserstoff in die Tanks des Mirai gepresst - über eine solche Öffnung. Ein Kilogramm Wasserstoff kostet an den 19 derzeit in Deutschland bestehenden Tankstellen einheitlich 9,50 Euro. Auf 100 Kilometer verbraucht der Mirai bei moderater Fahrweise rund 0,7 Kilogramm Wasserstoff - und versacht so Kosten von 6,7 Euro.

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Das Tanken selbst ist in drei bis fünf Minuten erledigt und nur unwesentlich komplizierter als Benzinzapfen. Damit unterscheidet sich der Mirai deutlich von herkömmlichen Elektroautos, deren Batterien um ein Vielfaches länger für eine Vollladung brauchen.

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Im Inneren fällt der Mirai auch ziemlich futuristisch aus - mit vielen Bildschirmanzeigen. Die sonst üblichen Rundinstrumente hat sich Toyota gespart - und die wichtigsten Anzeigen in der Mitte untergebracht.

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Eine Wasser-Taste findet sich wohl sonst in keinem anderen Auto. Im Mirai putzt sie sozusagen den Auspuff durch - sie drückt das Wasser, das sich in den Leitungen angesammelt hat, nach außen.

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Von Haus aus ist der Mirai ohnedies genügsam - mit dem Eco-Modus wird er noch etwas sparsamer. Allerdings leidet darunter dann auch die Fahrleistung - die im Normalmodus nicht zu verachten ist: In 9,6 Sekunden kommt das Auto auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 178 km/h.

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Das ist das revolutionäre Herz des Mirai: In der Brennstoffzelle verbinden sich Wasserstoff und Sauerstoff in einer chemischen Reaktion. Getrennt sind beide Gase durch eine Membran, die als Elektrolyt fungiert und dafür sorgt, dass die Reaktion geordnet abläuft. Dabei entsteht Strom, der Energie für den E-Motor liefert - und Wärme. Allerdings sind die für die Membran benötigten Materialien noch sehr teuer - so steckt in der Brennstoffzelle etwa das Edelmetall Platin.

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Noch ist die Alltagstauglichkeit der Brennstoffzellenautos eher niedrig. In Deutschland gibt es aktuell nur 16 öffentlich zugängliche Tankstellen. Doch auf lange Sicht halten viele Experten Wasserstoff für die beste Alternative zu Benzin und Diesel. Fast alle Autohersteller haben deshalb Brennstoffzellen-Prototypen und Kleinserien-Modelle - diese fahren aber anders als bei Toyota noch in sehr konventionellen Hüllen herum.

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