Hybrid-Varianten erklärt Diese Hybrid-Antriebsarten setzen Autohersteller heute ein

Im Behördenjargon klingt die Definition einfach: Jedes Auto mit zwei unterschiedlichen Kraftquellen ist ein Hybridfahrzeug. Doch dabei gibt es viele Unterschiede. Wir stellen die wichtigsten Varianten vor.
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Mikro-Hybrid: Die simpelste und zugleich irreführendste Form des Hybridantriebs. Denn Mikrohybride haben nur eine Start-Stopp-Automatik an Bord und gewinnen etwas Energie beim Bremsen zurück. Der Verbrennermotor wird von der Elektrik - anders als bei allen anderen Hybridarten – nicht unterstützt. BMWs 1er hatte diese Technik als eines der ersten Kompakt-Modelle ab 2007 serienmäßig an Bord. Bis zu 10 Prozent Sprit-Ersparnis bringt die automatische Motor-Abschaltung.

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Mild-Hybrid: Mildhybrid-Fahrzeuge haben einen Elektromotor an Bord, der direkt auf den Verbrennermotor wirkt – er ist jedoch zu schwach ausgelegt, um den Wagen alleine anzutreiben. Deshalb unterstützt die Elektrik den Verbrenner als eine Art elektrischer Turbolader und steigert so die Leistung. Der ab 2009 angebotene Honda Insight (im Bild) hatte diese Form des Hybrids an Bord.

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Voll-Hybrid: Wer von "Hybridautos" redet, meint meist Vollhybride wie den Toyota Prius. Elektromotor und Batterie sind kräftig genug, um das Auto auch mal alleine anzutreiben – allerdings nur mit moderatem Gasfuß und über kürzere Distanzen. Die elektrische Energie gewinnt der Wagen hauptsächlich beim Bremsen. An der Steckdose lassen sich die Wagen nicht aufladen. Meist sind Vollhybrid-Autos Benziner wie der Prius. Doch auch die deutlich teurere Kombination aus Diesel- und Elektromotor ist möglich, wie Daimler etwa mit seinen Vollhybriden in der C- und S-Klasse zeigt.

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Plugin-Hybrid: Dessen im Vergleich zum klassischen Vollhybrid deutlich größere Batterie lässt sich auch per Steckdose wiederaufladen – daher auch der Name Plug in, also „einstecken“. Plugin-Hybride können also größere Distanzen rein elektrisch zurücklegen. Mercedes S- und C-Klasse-Plugins schafft zwischen 20 und 30 Kilometer rein elektrisch mit vollem Akku, BMW und Audi wollen auf 50 Kilometer rein elektrische Reichweite kommen.

Foto: Daimler
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Serieller Hybrid: Bei diesem Auto sorgt alleine die E-Maschine für den Antrieb, zwischen Verbrennungs- und Elektromotor gibt es keine Verbindung. Der Verbrennermotor läuft nur gelegentlich, dann aber im optimalen Bereich, um per Generator Strom zu erzeugen. Besser bekannt ist diese Hybridvariante auch als „Range Extender". BMWs E-Mobil i3 kann man etwa mit einem solchen Antriebskonzept ordern - und muss so keine Sorge mehr haben, unterwegs mit leerer Batterie liegenzubleiben.

Foto: BMW