Alternativen zur "Sardinenbüchse" S-Klasse Diese Autos müssten selbst für Winfried Kretschmann groß genug sein

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Falls es noch Zweifel daran gegeben haben sollte, dass Winfried Kretschmann zu den ganz Großen in der deutschen Politik gehört, dann dürften sie nun endgültig ausgeräumt sein: Der Ministerpräsident Baden-Württembergs selbst ließ jetzt wissen, er sei so groß, dass er nicht einmal in eine Mercedes S-Klasse passt. Er "hocke da, wie eine Sardine in der Büchse", so Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. Und bemerkenswert, Archivbilder belegen seine Darstellung:

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Schon als der seinerzeitige Daimler-Vorstand Thomas Weber (r.) im Februar 2014 eine neue S-Klasse als Dienstwagen an Ministerpräsident Kretschmann übergab, wurden die Probleme offensichtlich: Für ihr Kunststück, gleichzeitig und nebeneinander im Fond des Fahrzeugs Platz zu finden, ernteten die beiden Männer seinerzeit viel Bewunderung.

Foto: Daimler
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Besonders eng wird es im Inneren der S-Klasse, so Kretschmann, wenn sich auch noch sein Personenschützer mit hineinzwänge. Kein Wunder: Kretschmanns Bodyguard ist 2,34 m groß, wiegt 137 Kilogramm und kämpfte früher als Ringer in der bulgarischen Nationalmannschaft (Symbolbild).

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Zudem muss Kretschmann eigenen Angaben zufolge häufig noch die Arbeitstasche eines Mitarbeiters hinter seine Beine klemmen. Auf diesem Bild scheint er sich gerade zu fragen, welche monströs große Tasche es wohl diesmal wieder sein wird.

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Kurzum: Die S-Klasse, oder auch "fahrende Hundehütte", wie das Modell Daimler-intern gern genannt wird, ist einfach zu klein für den großen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann. Jeder Neopren-Anzug sei geräumiger, hat Kretschmann im Kreise enger Mitarbeiter angeblich schon geschimpft. Von Vertretern US-amerikanischer Autohersteller ließ sich der Politiker kürzlich bereits Alternativen präsentieren.

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Doch der Ministerpräsident Baden-Württembergs muss seinem Haus-und-Hof-Autobauer gar nicht untreu werden: Die Produktpalette des Daimler-Konzerns bietet durchaus ebenfalls Wahlmöglichkeiten für Leute, die, sagen wir, etwas mehr Beinfreiheit bevorzugen. Diesen legendären Pullman-Mercedes etwa hat Daimler ...

Foto: Daimler
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... eigens für Männer wie Kretschmann neu aufgelegt. Ein Blick ins Innere zeigt:

Foto: Daimler
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Hier kann der große Herr Kretschmann wenn nötig gleich die Arbeitstaschen aller seiner Mitarbeiter gleichzeitig hinter seine langen Beine klemmen.

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Und sollte sich Kretschmann im Mercedes-Maybach S 600 Pullman immer noch wie in einer Sardinenbüchse fühlen, kein Problem: Bei dieser Fischdose lässt sich sogar der Deckel öffnen.

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Allerdings befindet sich Stuttgart ja bekanntlich in hügeligem Terrain, da ist vielleicht die Wahl eines Vehikels vom Typ SUV angeraten. Daimler hat da mit dem Mercedes-Maybach G 650 Landaulet ein Automobil im Programm, dass auch anspruchsvollen Kunden wie Ministerpräsident Kretschmann gerecht werden dürfte:

Foto: Daimler
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Wie man sieht, wurde der Fond des Wagens ebenfalls geräumig gestaltet. Und der CO2-Ausstoß von knapp 400 g/km übersteigt jenen von Kretschmanns gegenwärtigem Dienstwagen lediglich um marginale 515 Prozent.

Foto: Daimler
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Besonders im Wahlkampf sind Spitzenpolitiker wie Winfried Kretschmann bekanntlich darauf angewiesen, im Vollbesitz ihrer physischen Kräfte zu sein. Der grüne Ministerpräsident ließ daher zu diesem Zweck schon einmal die Enge seiner Dienst-S-Klasse hinter sich und wechselte in einen geringfügig geräumigeren Mercedes-Kleinbus. Wir meinen:

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Echte Politgrößen wie Kretschmann können es sich leisten, auch im Alltag mit dem Van unterwegs zu sein, ohne dass dabei ihr staatsmännisches Image Schaden nähme. Besonders attraktiv für den umweltbewussten Mann aus Baden-Württemberg: Mercedes-Benz baut seinen Vito neuerdings sogar mit Elektromotor.

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Auch beim Vito könnte Kretschmann allerdings wiederum Bedenken wegen der mangelnden Geländegängigkeit haben - und auch diese könnte Daimler-Chef Dieter Zetsche im persönlichen Verkaufsgespräch parieren: Mit dem Unimog U 4023 hat der Konzern ein Fahrzeug im Angebot, mit dem der baden-württembergische Ministerpräsident garantiert jeden Berg in seiner Heimat erklimmen kann. Besonderer Vorzug:

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Kretschmann klagte auch, er könne in seiner kleinen S-Klasse keine "ordentlichen Dienstgespräche" am Telefon führen, wegen der vielen Funklöcher. Im Unimog von Mercedes dürfte dieses Problem kaum noch eine Rolle spielen: Das Innere des Wagens haben die Daimler-Ingenieure von vornherein so designt, dass sich darin die komplette baden-württembergische Landesregierung zur Kabinettssitzung treffen kann.

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Weitere Optionen mit viel Platzangebot bietet Daimler im Bereich Wohnmobil sowie ...

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... Omnibus. Jetzt muss sich ...

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... Winfried Kretschmann nur noch entscheiden, gegen welchen Wagen er seine Sardinenbüchsen-kleine S-Klasse eintauschen möchte.
Obwohl, vielleicht sollte sich der Ministerpräsident Baden-Württembergs doch besser bei anderen Herstellern umschauen. Dem Autobauer Daimler jedenfalls könnte man es kaum verdenken, wenn er aus Marketingerwägungen darauf verzichten würde, dass Kretschmann seine langen Gliedmaßen künftig weiterhin in ein Fahrzeug des Konzerns quetscht.

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